Bund der Antifaschisten Köpenick

KZ Auschwitz

Im April/Mai 1940 wurde unter der Leitung des ehemaligen Kommandanten des KZ-Sachsenhausen begonnen, das KZ-Auschwitz (Oświęcim) zu errichten. Mit ersten Häftlingsgruppen aus dem KZ-Sachsenhausen, dem Lager Sosnowitz und 300 Juden aus dem Ort wurde das Lager innerhalb eines Jahres zu einem Massenvernichtungslager ausgebaut.

Im Sommer 1941 begann der Massenmord durch Vergasungen in Gaskammern die 2000 Menschen auf einmal fassen konnten. Die Kapazität der errichteten fünf Krematorien betrug täglich etwa 5000 Tote.

Im April 1944 waren im Lager I 16000 Häftlinge, im Lager II 36000 Häftlinge – darunter 21000 Frauen – und im Lager III 15000 Häftlinge eingekerkert. Das Lager III umfaßte alle bei den oberschlesischen Industriebetrieben bestehenden Außenlager, darunter das größte Arbeitslager mit 7000 Häftlingen bei der „IG-Farbenindustrie AG“.

Insgesamt wurden in Auschwitz mindestens 3 Millionen Menschen ermordet, etwa 70–80 % der Eingekerkerten.

Im Januar 1945 wurden 50000 bis 70000 Häftlinge auf einem Todesmarsch evakuiert. Am 27. Januar 1945 wurde das Lager durch die Rote Armee befreit. Sie übernahm die Betreuung der 7000 zurückgebliebenen, zum Teil todkranken Opfer.

Seit 1996 ist der 27. Januar – der Tag der Befreiung des KZ-Auschwitz durch die Rote Armee – offizieller Gedenktag der BRD an die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft.

Kommentare & Ergänzungen