Bund der Antifaschisten Köpenick

Alfred Futran

Alfred Futran wurde am 26. Januar 1901 geboren. Sein Vater Alexander, seit dem 23. Februar 1919 gewählter Abgeordneter der Köpenicker Stadtverordnetenversammlung und Leiter des „Sozialistischen Verteidigungskomitees“ in Köpenick gegen die Kapp-Putschisten im März 1920, war als Mordopfer der Putschisten der erste Bürger Köpenicks jüdischer Abstammung, der dem Hakenkreuz zum Opfer fiel.

Nach der Ermordung seines Vaters wurde Alfred Futran Mitglied der KPD. Seit 1929 arbeitete er gemeinsam mit Heinrich Brandler und August Thalheimer in der „KPD-Opposition“. Den Hitler-Faschisten trat er als freier Journalist mit seinen Arbeiten in der „AJZ“ und in der „Welt am Abend“ entgegen. Schon im Februar 1933 begann er an seinem Buch, einer ersten Abrechnung mit dem Hitler-Faschismus, „SA marschiert“, zu arbeiten. Die Fahndungslisten der Nazis und die drohende Verhaftung zwangen ihn zur Emigration. Über Bratislava, Wien und Zürich führte ihn sein Weg nach Paris. Hier veröffentlichte er auch im „Germinal“ sein Buch unter dem französischen Titel „Le Putsch de Hitler“.

Ohne Arbeitserlaubnis in Frankreich, von den Nazis 1935 ausgebürgert, schließlich aus Frankreich ausgewiesen, führte ihn sein Weg nach Südafrika.

Da sein Leben immer Kampf gegen den Faschismus, gegen das Unrecht, für das Leben war, beteiligte er sich führend an der Bildung und Arbeit der Emigrantenorganisation „Unabhängige Kulturvereinigung“. Die Jahre bis zur Zerschlagung des Nazi-Regimes 1945 waren Jahre der vielfältigsten publizistischen Arbeit gegen Hitler-Deutschland. Zeugnis dafür legte u.a. die von Alfred Futran gegründete Zeitung „Europe Tomorrow“, dem späteren „Socialist Forum“ ab.

Alfred Futran überlebte die Nazi-Zeit, kehrte 1957 nach Deutschland, nach Frankfurt a.M., zurück. Köpenick sah er nicht wieder.

Vorname: Alfred
Nachname: Futran
geboren: 26. Januar 1901
Beruf: Journalist
Parteien und Organisationen in denen Alfred Futran aktiv war: KPD, KPO

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