Einladung zum Gedenken am 27. Januar 2022

Wir möchten einladen zum stillen Gedenken

am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2022

und rufen dazu auf, Kränze und Blumen am Mahnmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche („Faust“) auf dem Platz des 23. April sowie an der Gedenktafel für die von den Nazis zerstörte Köpenicker Synagoge (Freiheit 8) niederzulegen und die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen in stillem Gedenken zu ehren.

Zwischen 17 und 18 Uhr werden am Mahnmal, am Platz des 23. April, Bilder der Befreiung gezeigt und ein Kranz unserer Vereinigung niedergelegt.

Berlin, den 11.01.2022

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Stolpersteine für Erla und Erwin Schulz

27. November 2021 | 14 Uhr | Burgemeisterstraße 73 | Bln.-Tempelhof (Nähe U-Bhf. Kaiserin-Augusta-Straße)

Erwin Schulz, 2011. Bild: VVN-BdA Köpenick e. V.

Wir verlegen zwei Stolpersteine für die Widerstandskämpfer:innen Erla und Erwin Schulz. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme leisteten die Geschwister illegale Arbeit. 1935 wurde Erwin im Sportprozess zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt und kam in die Emslandlager. Erla unterstützte ihren Bruder in der Haft und sammelte Geld für ihn. Erwin Schulz setzte sich viele Jahre für die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche ein und war langjähriges Mitglied unserer Vereinigung.

Daher werden am 27. November vor dem Haus Burgemeisterstraße 73 im Rahmen einer kleinen Gedenkveranstaltung zwei Stolpersteine in den Boden des Bürgersteigs eingelassen. Stolpersteine sind 10×10 cm große Betonquader mit einer Oberfläche aus graviertem Messing. Stolpersteine werden für alle Menschen verlegt, die in der NS-Zeit verfolgt, entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden. Grundsätzlich werden Stolpersteine vor dem letzten frei gewählten Wohnort eines Menschen verlegt.

Informationen zu den Stolpersteinen in Berlin: www.Stolpersteine-Berlin.de

27. November 2021 | 14 Uhr | Burgemeisterstraße 73 | Bln.-Tempelhof (Nähe U-Bhf. Kaiserin-Augusta-Straße)

Erwins Schwester Erla, undat. Bild: VVN-BdA Köpenick e. V.

Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der pandemischen Lage und unter Beachtung der Regeln der 10. Verordnung zur Änderung 3. SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 10.11.2021 mit einer kleinen Veranstaltung bei begrenzter Teilnehmer:innenzahl statt. Wir bitten um die Einhaltung des Mindestabstands sowie das Tragen einer FFP2-Maske.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Antifaschistischer Stadtrundgang zu jüdischem Leben in der Köpenicker Altstadt

7. November 2021 | 16 Uhr | Schlossplatz Köpenick

Rundgang am 8. Nov. 2020.

Mit unserem jährlichen Rundgang durch die Köpenicker Altstadt möchten wir den Opfern der Novemberpogrome 1938 gedenken. Der Rundgang führt uns an den Wohnorten und Geschäften von Köpenicker Jüd:innen und zur ehemaligen Synagoge.

7. November 2021 | 16 Uhr | Schlossplatz Köpenick

Weitere Veranstaltungen:
Gedenkkundgebung der Berliner VVN-BdA 9. November 2021 | 18 Uhr | Mahnmal Levetzowstraße
Weitere Informationen unter: 9november.blogsport.eu

Matinee des BdA Treptow14. November 2021 | 11.00 Uhr | Rathaussaal Treptow | Neue Krugallee 4
Weitere Informationen unter: www.bda-treptow.de/

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Einladung zur Verlegung von Stolpersteinen am 28. August 2021 in Friedrichshagen

Der 2012 für die nach Theresienstadt deportierte Clara Ehrmann (1886-1943) verlegte Stolperstein. © VVN-BdA Köpenick.

Die Fachstelle TKVA – Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Köpenick e.V. laden zur Verlegung von Stolpersteinen ein:

Kurt und Blanka Rosenthal und die Töchter Eva und Ursel Rosenthal

Kurt Rosenthal (geb. 1.9.1893 in Berlin) war Bankbeamter und heiratete 1922 Blanka Mathias (geb. 31.6.1894 in Pasewalk). Im Jahr darauf, am 16.5.1923, wurde die erste Tochter Eva Hannelore geboren. 1933 verlor der Vater im Zuge des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums seine Anstellung und versuchte sich und die Familie als Inkassovertreter über Wasser zu halten. 1935 erhielt er eine Anstellung als Klubwart seines Ruderklubs, der Jüdischen Wassersportgesellschaft 1898. Die Familie wohnte nun in einer kleinen Wohnung im Klubhaus in der Waldowstraße 2, der heutigen Joseph-Nawrocki-Straße 12. Die zweite Tochter Ursel Marianne erblickte am 22.6.1936 das Licht der Welt.
1940 waren die Rosenthals gezwungen ihre Wohnung zu verlassen, und in das „Judenhaus“ in der Mühlenstraße 77 in Berlin-Pankow zu ziehen. 14.12.1941 erlag Kurt Rosenthal den durch Misshandlung durch die Gestapo erlittenen schweren Verletzungen. Blanka Rosenthal wurde mit der sechsjährigenTochter Ursel am 26.10.1942 nach Riga deportiert, und dort im Wald bei einer Massenerschießung ermordet. Die ältere Tochter Eva wurde am 6.4.1943 im Rahmen der „Fabrikaktion“ nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die Verlegung findet am 28. August 2021, um 13.30 Uhr, in Friedrichshagen vor dem Haus Josef-Nawrocki-Straße 12 statt.

Die Stolpersteine werden vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt.

Die Einladung findet sich als PDF hier.

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07.08.21 | Demonstration „Reclaim your Kiez! Kein Raum für Rassismus in Treptow-Köpenick!“

Die Initiative Uffmucken Schöneweide und andere Gruppen rufen zu der antifaschistischen Demonstration „Reclaim your Kiez! Kein Raum für Rassismus in Treptow-Köpenick!“ am 7. August 2021 auf. Wir, die VVN-BdA Köpenick e.V., unterstützen das Anliegen und rufen daher unsere Mitglieder und Freund:innen zur Teilnahme auf:

Ein*e junge*r Antifaschist*in wird in Köpenick mit dem Hitlergruß angepöbelt und bedroht. Eine Frau mit Kopftuch ist mit ihrem Kind im Kinderwagen unterwegs und wird am S-Bahnhof rassistisch beleidigt und angeschrien. Ein Journalist wird an seiner Wohnadresse von Nazis belagert. Ein Imbisswagen in der Dörpfeldstraße wird mit Gewaltphantasien besprüht und mit Säure beschädigt. Am S-Bahnhof Adlershof wird eine Schwarze Person mit dem N-Wort beschimpft und geschlagen.

Solche Vorfälle sind Alltag in Treptow-Köpenick. Nazis und Rassist*innen machen sich wie selbstverständlich im öffentlichen Raum breit. Die höchsten Wahlergebnisse der NPD in ganz Berlin wurden in der Köllnischen Vorstadt erzielt, jetzt hält ein AfDler das Direktmandat für Adlershof im Berliner Abgeordnetenhaus. Dazu kommt ein gesellschaftlich tief verwurzelter Rassismus. Denn rassistische Gewalt geht nicht nur vom rechten Rand aus, rassistische Gewalt ist deutsche Normalität.

Das zeigen Wir auf. Das klagen Wir an. Dagegen kämpfen Wir. Und rufen Euch auf, das Gleiche zu tun: Reclaim your Kiez! Gebt Rassismus keinen Raum in TK!

Kommt am Samstag, den 7. August, um 14 Uhr zum Vorplatz des S-Bahnhof Köpenick. Seid laut. Seid unbequem. Seid da.

Wir zeigen den Nazis, dass TK kein ruhiges Pflaster für sie ist. Und Wir zeigen der weißen Dominanzgesellschaft, dass ihre Normalität gewalttätig ist. Denn wer von Rassismus profitiert, hat die Pflicht an sich selbst zu arbeiten und solidarisch gegen rassistische Strukturen zu kämpfen. Am 7. August tragen Wir diesen Kampf auf die Straße, aber kämpfen werden Wir ihn jeden Tag.

Wir selbst sind junge Antifaschist*innen aus Treptow-Köpenick. Die meisten von uns sind in der rassistischen Normalität privilegiert. Deshalb stehen Wir solidarisch an der Seite von Betroffenen rassistischer Gewalt. Wir arbeiten mit dem Register Treptow-Köpenick zusammen, das extrem rechte und diskriminierende Vorfälle erfasst: https://berliner-register.de/treptow-koepenick Hier könnt auch ihr Vorfälle melden, wenn ihr solche erlebt oder Zeug*in werdet.

Aktuelle Infos unter: uffmucken-schoeneweide.de

Infos auch auf Twitter: @ReclaimYourKiez und Instagram: @ReclaimYourKiez

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21. Juni 2021 | Gedenkkundgebung in Erinnerung an die Opfer der „Köpenicker Blutwoche“

Richard Aßmann | Dr. Georg Eppenstein | Paul von Essen |Hugo Helbing | Erich Janitzky | Götz Kilian |Karl Lange | Lehmann | Walter Majchrzak | Rudolf Mastaleck | Fritz Otto | Paul Pohle | Karl Pokern | Alfred Pusch | Paul Röhrens | Anton Schmaus | Johann Schmaus |Josef Spitzer | Paul Spitzer | Johannes Stelling | Franz Wätzow | Franz Wilczoch

VVN-BdA Köpenick e.V.

Im Juni 1933, wenige Monate nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten, waren Köpenicker SA-Männer in grausamer Weise gegen ihre politischen Gegner vorgegangen. Hunderte Sozialdemokrat:innen, Kommunist:innen, Gewerkschafter:innen und andere wurden in den Nazi-Schlägerlokalen furchtbar misshandelt. Auch die ersten jüdischen Bürger wurden verschleppt. Mindestens 23 namentlich bekannte Opfer wurden zu Tode gequält, erschossen oder starben an den Folgen der Folter. Dieser SA-Terror, der vom 21. bis 26. Juni 1933 andauerte, ist als „Köpenicker Blutwoche“ in die Geschichte eingegangen. Verängstigt, wie gelähmt sahen viele Köpenicker:innen tatenlos zu. Viele applaudierten aber auch dem Nazi-Regime. Es war ein Terror auf offener Straße und in aller Öffentlichkeit. 88 Jahre nach den Ereignissen wollen wir an die Opfer erinnern und ein Zeichen setzen gegen Neonazismus und gegen rechte Hetze von heute, gegen Antisemitismus und Rassismus.

21. Juni 2021 | Gedenkkundgebung | 17 Uhr | Platz des 23. April | Tramhaltestelle Bahnhofstraße/ Lindenstraße

Es spricht Dr. Christoph Kreutzmüller | Vorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.

Musik von Karsten Troyke | https://karsten-troyke.de/

Bitte beachtet die geltenden Hygienevorschriften.

Auch Straßennamen, Gedenktafeln und Gedenksteine in den Köpenicker Ortsteilen erinnern an den großflächigen Terror der Nazis im Juni 1933. Wir bitten alle Mitglieder und Freund:innen dort selbstständig Blumen nieder zu legen:

  • Pohlestraße, Ecke Dorotheenstraße (ehemals SA-Lokal „Demuth“)
  • Wendenschloßstraße 390 (ehemals SA-Wassersportheim)
  • Köpenick Nord, Stelen unter den Birken und am Essenplatz (ehemals SA-Lokal „Seidler“)
  • Friedrichshagen: Tafel Richard Assmann (Assmannstr. 46), Friedhof Grab Karl Pokern, Tafel Müggelseedamm 132
  • Freiheit 14 und Dammbrücke: Tafel am Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Schloßkirche und an der Dammbrücke zur Erinnerung an das mutige Handeln des Pfarrer-Ehepaares Ratsch
  • Oberschöneweide: Waldfriedhof, Griechische Allee
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23. April 1945 – 23. April 2021 | 76 Jahre Befreiung von Köpenick

Wer nicht feiert, hat verloren!

Gedenkkkundgebung an der „Faust“

Am 23. April 1945 befreiten Einheiten der 8. Gardearmee und der 1. Gardepanzerarmee unter ihrem Oberbefehlshaber Wassili Iwanowitsch Tschuikow den Stadtteil Köpenick vom deutschen Faschismus – für uns ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass zum stillen Gedenken an die zahllosen Opfer des NS-Terrors. Ganz Europa war verwüstet worden. Millionen Tote forderte der Krieg der Deutschen. In den Konzentrationslagern wurden Millionen Menschen – Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politische Gegner:innen, Soldat:innen der Anti-Hitler-Koalition und andere – ermordet. In verlustreichen Kämpfen brachten die Alliierten und die Widerstandskämpfer:innen der Résistance den Krieg an seinen Ausgangsort zurück und zerschlugen die deutsche Wehrmacht. Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland endgültig.

Heute torpedieren AfD & Co. die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten – durch verharmlosen, durch gleichsetzen. Die Corona-Leugner:innen provozieren durch unsägliche Diktaturvergleiche und verunglimpfen die Ermordeten des NS-Regimes, indem sie sich mit Anne Frank oder Sophie Scholl gleichsetzen. Sie nutzen die Pandemie aus, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. Sie schreien nach „Freiheit“, beweisen aber nur ihren egoistischen Willen, sich über die Rechte anderer zu erheben.

Befreiung feiern, bedeutet daher auch, den antifaschistischen Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungsglauben, LGBTIQ*-Feindlichkeit aufzunehmen. Wir streiten gemeinsam für ein solidarisches Miteinander und für die unteilbare Gesellschaft!

Und auch in diesem Jahr bleibt die Forderung aktuell: Der 8. Mai soll gesetzlicher Feiertag werden! Jedes Jahr! In Berlin und bundesweit!

23. April 2021 | Gedenkkundgebung

17 Uhr | Platz des 23. April (an der „Faust“) | Tramhaltestelle Bahnhofstraße/Lindenstraße

Bitte beachtet die Hygienevorschriften im Zusammenhang mit der Pandemie.

Hinweis: Denkt bitte daran, dass sich am Rand des Platzes die an die Befreiung Köpenicks erinnernde Gedenktafel befindet, an der ebenso Blumen niedergelegt werden können.

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Kein Business mit dem Leid von NS-Opfern

Auf Ebay hat ein Brandenburger Händler zwischenzeitlich eine mutmaßlich gestohlene Gedenktafel aus Treptow-Köpenick zum Kauf angeboten. Darauf wurde DIE LINKE. Treptow-Köpenick aufmerksam gemacht, die sich an die VVN-BdA Köpenick gewandt hatte.

Die Tafel, um die es sich hier vermutlich handelt, war zu DDR-Zeiten an der Wendenschloßstraße 390 im Ortsteil Wendenschloß angebracht. Hier befand sich das Wassersportheim des sozialdemokratischen Reichsbanner, das ein SA-Sturm nach der NS-Machtübernahme im März 1933 besetzt und geplündert hatte. Während der „Köpenicker Blutwoche im Juni 1933 wurden hier wie an anderen Orten Menschen festgehalten und misshandelt. Die „Köpenicker Blutwoche“ stellte einen Höhepunkt des frühen SA-Terrors in Berlin dar. Mehrere hundert SA-Männer verschleppten und folterten bis zu 500 politisch Missliebige, Jüdinnen und Juden, mindestens 23 Menschen starben. Anlass für die gezielten Verhaftungen boten das reichsweite Verbot des „Deutschnationalen Kampfrings“ und der SPD. Von dem Wasserzugang des Grundstücks aus wurden die Leichen der Ermordeten in Säcke verschnürt und in die Dahme geworfen. Manche Opfer wurden erst Wochen später im Wasser entdeckt und geborgen.

1983 wurde an diesem Ort eine Gedenktafel angebracht, die folgende Aufschrift enthielt:

UNVERGESSEN

SIND DIE AUFRECHTEN KÄMPFER

GEGEN DEN FASCHISMUS,

DIE IN DER KÖPENICKER BLUTWOCHE

IM JUNI 1933 AUF DIESEM GRUNDSTÜCK

GRAUSAM MISSHANDELT, ERMORDET

UND IN DIE DAHME VERSENKT WURDEN.

Siehe auch: https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/nc/gedenktafeln/gedenktafel-anzeige/tid/koepenicker-blutwoch-5/

Eben jene Tafel ist im September 1990 von Unbekannten entwendet worden und tauchte nun – 30 Jahr später – im Internet auf. Dort wurde mutmaßlich die Jahrzehnte vermisste Tafel zum Kaufpreis von 1150 Euro angeboten. Offenbar nach der öffentlichen Aufregung und nachdem das Bezirksamt Treptow-Köpenick informiert worden war, verschwand das Kaufangebot wieder.

“Der Versuch mit einer entwendeten Gedenktafel, die an die Leiden der Opfer des Nationalsozialismus erinnert, Geschäfte zu machen, ist nicht nur scheußlich, sondern vermutlich auch strafbar,” kommentiert Philipp Wohlfeil, Vorsitzender der BVV-Fraktion DIE LINKE. VVN-BdA und DIE LINKE fordern Aufklärung, ob es sich bei dem angestrebten Absatz fremden Vermögens um eine rechtswidrige Tat gemäß § 259 Hehlerei Strafgesetzbuch (StGB) handelt, und verlangen die Rückgabe der Tafel an den Bezirk beziehungsweise die Museen Treptow-Köpenick

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Broschüre „30 Jahre VVN-BdA Köpenick 1990-2020“

Vor inzwischen 30 Jahren gründete sich der Bund der Antifaschisten Köpenick (BdA). Im Jahr 2006 entstand durch Fusion mit der Interessengemeinschaft ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (IG VdN) die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Köpenick (VVN-BdA), die sich später einen geschlechtergerechteren Namen gab, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, den sie bis heute trägt.

In der soeben erschienenen Broschüre „30 Jahre VVN-BdA Köpenick 1990-2020“ [PDF] lassen wir die bewegte Geschichte unserer kleinen Vereinigung seit ihrer Gründung im Jahr 1990 Revue passieren und erinnern unserer verstorbenen Kamerad:innen, die sich mit all ihrer Kraft für eine lebendige antifaschistische Gedenkkultur im Bezirk eingesetzt haben. Gleichzeitig soll die Broschüre auch in die Zukunft weisen, denn gemeinsam mit unseren vielen neuen Mitgliedern möchten wir auch in den kommenden Jahren für ein würdiges Gedenken an die Opfer des Naziregimes streiten.

Hier kann man in der Broschüre [PDF] blättern und lesen.

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Gedenken zum 82. Jahrestag der November-Pogrome 1938


Kein Vergeben – Kein Vergessen! Gegen jeden Antisemitismus!

Sonntag, 8. November 2020
15 Uhr | Schloßplatz Köpenick

Stadtrundgang: Jüdisches Leben in der Köpenicker Altstadt mit Gerd Lüdersdorf, Autor des Buches „Es war ihr Zuhause. Juden in Köpenick“, und Gedenken an der Tafel für die ehemalige Synagoge

ACHTUNG: Aufgrund der COVID-19-Pandemie gilt es auf allen Veranstaltungen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren und Abstand zu halten!

Weitere Veranstaltungen:

FÄLLT AUS! 8. November | 11.00 Uhr | Rathaussaal Treptow (Neue Krugallee 4):

Matinee des BdA Treptow mit Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung
Musik: Roman Shamov

9. November | 18.30 Uhr | Mahnmal Levetzowstraße:

Kundgebung der Berliner VVN-BdA
Weitere Informationen unter: www.9november.blogsport.eu

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