Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: W

Else Wach Sie leistete in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um A. Saefkow/F. Jacob aktive illegale Arbeit.

Kurt Wach Sein unermüdlicher Kampf gegen das Naziregime führte über die Kampf‐ und Leidensplätze Gefängnis, Konzentrationslager, zwei Jahre und sechs Monate Zuchthaus bis zum Todesurteil 1944. Nach einem Luftangriff konnte er aus dem Kerker fliehen und bis zum Ende des Krieges untertauchen.

Otto Wachlin Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.

Karoline Wagner 1933 wurde sie erstmals zusammen mit ihrer Mutter und weiteren SAP‐Genossen verhaftet. In den folgenden Jahren leistete sie im Rahmen der Widerstandsorganisation um A. Saefkow und dann um H. Schulze‐Boysen aktive illegale Arbeit.

Werner Waldeyer Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis in Barmen eingekerkert. Nach der Freilassung emigrierte er nach Frankreich. Während des Krieges kämpfte er im Südwesten Frankreichs im Maquis gegen die Faschisten. Unter dem Namen „Maurice“ wurde er zum legendären Kommandeur im Bereich Nay‐Lys, Arody.

Georg Walter Er war am Aufbau und der Arbeit illegaler gewerkschaftlicher Gruppen in Schöneweide beteiligt. Er wurde zu einem Jahr, sechs Monaten Gefängnis verurteilt. In der Haft erlitt er bleibende gesundheitliche Schäden.

Margarete Walter 1933 wurde sie als Mitglied des ZK des KJVD zum erstenmal festgenommen und schwer misshandelt. Seit 1934 im KWO tätig, nahm sie an der illegalen antifaschistischen Arbeit im Werk teil. Sie war u.a. an der Herausgabe des „Roten Kabel“ beteiligt. 1935 erneut verhaftet, nahm sie sich nach vier Tagen Misshandlungen bei der Gestapo das Leben, sie wollte sicher gehen, niemand zu verraten.

Ernst Walz Wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit wurde er bereits 1933 im KZ eingekerkert und 1934 zu drei Jahren Zuchthaus, verbracht in Brandenburg, verurteilt. Nach seiner Freilassung setzte er den illegalen Kampf fort. Im März 1945 beschaffte er für Hans Paucka, Ilse und Richard Grubitz und Martha Sprenger in Wernsdorf illegale Quartiere. Walz selbst verbreitete unter den Volkssturmleuten antifaschistische Flugblätter und half die Sprengung der Wernsdorfer Schleuse zu verhindern.

Hans Walz Als General der Hitler‐Wehrmacht geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Hier trat er dem im Rahmen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ arbeitenden „Bund der Offiziere“ bei und arbeitete hier an der schnellen Beendigung des Krieges mit.

Erich Warmuth Er wurde im Verlauf der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt.

Bruno Warschauer Er wurde am 12. Oktober 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Alfred Wartmann Als Schwager von Anton Schmaus klagte er in einem Brief an den Preußischen Justizminister die Verbrechen der Köpenicker SA an und forderte ultimativ die Freilassung seiner Familienangehörigen. Von den Nazis verfolgt, emigrierte er mit seiner Ehefrau über Prag, die Schweiz, nach Neuseeland.

Harry Wartmann Er leistete in der Firma Grau in Friedrichshagen illegale antifaschistische Arbeit. Seit 1938 arbeitete er mit Karl Frank zusammen in der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig. Ein Schwerpunkt der Arbeit war die aktive Solidarität mit ausländischen Zwangsarbeitern. Er wurde verhaftet und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Franz Wätzow Identität ungeklärt. Er wurde im Verlauf der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth ermordet.

Erich-Karl Weber Er unterstützte die illegale antifaschistische Arbeit in Köpenick durch die Bereitstellung von Quartieren, Weiterleitung illegaler Nachrichten und durch die Herstellung von Verbindungen. 1943 wurde er vor dem Berliner Kammergericht angeklagt.

Jakob Weber Als Mitbegründer der KPD wurde er von der SA gejagt. Dennoch beteiligte er sich ab 1933 an der Organisierung des antifaschistischen Widerstandskampfes. 1935 wurde er verhaftet und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Heinz Wegner Er setzte gemeinsam mit anderen Jugendlichen bis 1935 die Arbeit des KJVD in Köpenick fort. Ein Schwerpunkt war das Vertreiben illegaler Flugschriften, so der 1935 erneut erschienenen „Roten Kabel“. 1935 wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt.

Karl Wegwitz Die Antifaschisten Wegwitz, Schulz und Rauhut gehörten zu einer Widerstandsgruppe im Rüstungsbetrieb GEMA. Sie wurden im Juni 1944 wegen „kommunistischer Umtriebe“ im Werk verhaftet. Karl Wegwitz wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt und 1945 von der Roten Armee in Brandenburg befreit.

Wilhelm Wehberg Er wurde im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, festgehalten und misshandelt. Dennoch setzte er seine illegale Arbeit in der Köpenicker KPD‐Organisation fort. Als Org.-Leiter war er insbesondere für die Herstellung und den Vertrieb der „Stimme der Werktätigen“ verantwortlich. 1936 verhaftet, wurde er 1937 zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt.

Herbert Weidlich Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Buchenwald eingekerkert.

Auguste Weile Sie wurde am 19. Januar 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Max Weinstock Nachdem die Familie bereits 1933 von den Nazis misshandelt wurde, emigrierte sie nach Argentinien, Buenos Aires.

Helene Weis Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Jauerneck (Schlesien) und im KZ‐Mohrungen (Hannover) eingekerkert.

Ludwig Weis Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Amberg (Bayern) und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Maria Weiterer Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Mohringen (Hannover) eingekerkert. Nach ihrer Freilassung lebte und arbeitete sie in der Emigration in der CSR, in Frankreich und in der Schweiz.

Heinrich Weithe Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Moorlager Emsland eingekerkert.

Otto Wels Als Vorsitzender der SPD und Reichstagsabgeordneter wurde er von Beginn des Naziregimes überwacht. Am 23. März 1933 lehnte er im Reichstag für die SPD das von der Hitlerregierung geforderte „Ermächtigungsgesetz“ ab. Unter dem Druck des Naziterrors emigrierte er im Mai 1933. Vom Saarland, von Prag und Paris aus organisierte er die Auslandsarbeit der SPD gegen das Naziregime. Am 16. September 1939 verstarb er in Paris.

Charlotte Wendt Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der CSR, in Frankreich und in der UdSSR.

Paul Wengels Er leistete in der KPD‐Organisation in Köpenick aktive antifaschistische Arbeit. Während des Krieges war er in der Widerstandsorganisation um R. Uhrig aktiv tätig. U.a. half er bei der Einreise, der Unterbringung und der Tätigkeit des Instrukteurs des ZK der KPD, Alfred Kowalke. Im April 1944 wurde er zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Paul Wepler Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau und im KZ‐Moorlager Emsland eingekerkert.

Kurt Wermke Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Henriette Wiersch Sie wurde am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Max Wiersch Er wurde am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Paul Wiesenthal Er wurde am 8. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 15. September 1942 umgekommen.

Franz Wilczoch Er wurde im Verlauf der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt, an den Folgen der Misshandlungen ist er am 30. Juni 1933 im Köpenicker Krankenhaus verstorben.

Paul Wilczoch Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Erwin Wilke Er kämpfte in den Reihen des NKFD in der UdSSR gegen das Naziregime.

Karl William Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, zusammen mit seinen beiden Söhnen im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und misshandelt.

Alfred Winkler Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau eingekerkert.

Kurt Winter Er emigrierte 1935 aus Deutschland. Nach seinem Examen und seiner Promotion an der Universität in Bern arbeitete er bis 1937 an verschiedenen Kliniken in der Schweiz. 1937 arbeitete und kämpfte er als Arzt in den Internationalen Brigaden in Spanien. In den folgenden Jahren bis zum Ende des Krieges lebte und arbeitete er im Exil in Paris, als Flüchtlingsarzt in Oslo und in Stockholm.

Fritz Wischnewski Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. 1937 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus (Luckau) verurteilt.

Erich Witt Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Tegel eingekerkert.

Rudolf Wittenburg Er arbeitete 1933/34 an der Bildung illegaler Gruppen der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit, nahm an Treffen teil und verteilte illegales Material. 1935 wurde er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Amalie Wnuczek Sie wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Auguste Wohl Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Heinrich Woithe Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.

Lieselotte Wolf Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Werner Wolf Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Denny Wolff Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Helene Wolff Sie wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Herbert Wolff Er setzte zusammen mit anderen Jugendlichen die Arbeit des KJVD in Köpenick bis 1935 fort. Schwerpunkt der Arbeit war der Vertrieb von illegalem Material. 1935 wurde er verhaftet und verurteilt.

Isidor Wolff Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Judis Wolfheim Sie wurde am 25. Januar 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Martha Wolfsky Sie wurde am 24. Oktober 1941 nach Lodz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Richard Wolfsky Er wurde am 24. Oktober 1941 nach Lodz deportiert. Dort ist er verschollen.

Franz Wulf Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Hamburg‐Fuhlsbüttel eingekerkert.