Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: T

Erich Tamm Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.

Fritz Tarnow Als bekannter Sozialdemokrat, Vorsitzender des Holzarbeiterverbandes und Reichstagsabgeordneter wurde er nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 in „Schutzhaft“ genommen. Nach seiner Freilassung emigrierte er sofort. Bis 1939 konnte er Verbindung zu den Gewerkschaftern um Wilhelm Leuschner halten.Von der CSR, Frankreich sowie von den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus arbeitete er an Plänen zum Wiederaufbau der deutschen Gewerkschaften und organisierte gewerkschaftliche Gruppen im Ausland.

Jean Tarrago Während des Krieges kämpfte er im französischen Maquis gegen das Naziregime.

Paul Temlitz Er arbeitete in den Schöneweider Großbetrieben illegal. Er und seine Gruppenmitglieder verteilten den „Roten Osten“, die „Metallarbeiter‐Zeitung“ sowie die „Rote Fahne“. 1934 wurde er gemeinsam mit zehn weiteren Antifaschisten vor Gericht gestellt. T. wurde zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung setzte er die illegale antifaschistische Arbeit bis zu seinem Tode – er hatte sich im Zuchthaus ein schweres Herzleiden zugezogen – im Jahre 1942 fort.

Ignaz Tenger Er wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 30. Oktober 1942 umgekommen.

Herbert Tews Er leistete in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um A. Saefkow/F. Jacob aktive illegale Arbeit.

Rosa Thälmann Als Ehefrau des eingekerkerten Vorsitzenden der KPD war sie ständigen Schikanen und Drangsalierungen durch die Gestapo ausgesetzt. Die Besuche von Rosa und der Tochter Irma sowie ihr Briefwechsel mit Thälmann trugen wesentlich dazu bei, die Verbindung zwischen Thälmann und der Führung der KPD in Moskau aufrechtzuerhalten. 1944/45 wurden Rosa und Irma Thälmann im Gefängnis und im Konzentrationslager eingekerkert, aus dem sie die Rote Armee befreite.

Richard Thrun Er arbeitete 1933/34 am Aufbau illegaler Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“. Insbesondere war er als Kurier und bei der Verteilung von Material tätig. 1935 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Rudolf Thunig Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und im KZ‐Sonnenburg eingekerkert.

Friedrich Tichy Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Nach dem Internierungslager in Frankreich konnte er nach England emigrieren und dort seine antifaschistische Arbeit fortsetzen.

Hanna Tichy Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Alfred Tietze Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis in Dresden und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert. Nach seiner Freilassung emigrierte er und kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.

Heinrich Tonn Er wurde am 26. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 27. September 1942 umgekommen.

Emma Trötscher Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Ravensbrück eingekerkert.

Otto Trötscher Er kämpfte in den Reihen der Roten Armee gegen das Naziregime.

Josef Tschap Zwangsarbeiter aus der SU in der GEMA. Er wurde am 15. Februar 1944 von der Gestapo im Werk verhaftet. Im Juni 1944 ist er in der Gestapohaft „verstorben“.

Fritz Tumoszeit Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, von der SA festgehalten und schwer misshandelt.

Heinz Türschmann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Bautzen eingekerkert.

Elfriede Tygör Als Lebensgefährtin von Fritz Plön setzte sie bis 1935 ihre Arbeit in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin fort. Insbesondere ab 1939 verstärkte sie gemeinsam mit ihrem Mann die illegale antifaschistische Arbeit. Sie unterstützte im besonderen Maße die Herstellung und den Vertrieb von Flugblättern. Am 4. Februar 1942 wurde sie zusammen mit F. Plön verhaftet und am 6. Juli 1942 zum Tode verurteilt und dann ermordet.