Verfolgte und Widerstandskämpfer: S
Karl Sackmann Er wurde im August 1934 von der Gestapo wegen des Besitzes und des Vertriebs von illegalem Propagandamaterial verhaftet.
Willi Sägebracht Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau und in den KZ‐Sachsenhausen und Sonnenburg eingekerkert.
Hannelore Salinger Sie wurde am 28. Juni 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.
Harry Salinger Zusammen mit anderen Jugendlichen setzte er bis 1935 die Arbeit des KJVD fort. Insbesondere wegen des Vertriebs von illegalem Material wurde er im Juni 1935 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.
Max Salinger Er wurde am 27. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 29.September 1942 umgekommen.
Hilde Salomon Sie wurde am 2. April 1942 nach Trawniki deportiert. Dort ist sie verschollen.
Max Salomon Er wurde am 2. April 1942 nach Trawniki deportiert. Dort ist er verschollen.
Selma Salomon Sie wurde am 2. April 1942 nach Trawniki deportiert. Dort ist sie verschollen.
Hans Saloschin Er wurde am 6. Juli 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist er verschollen.
Rosa Saloschin Sie wurde am 6. Juli 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Kurt Sämisch Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Anna Samuel Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie am 10. Oktober 1942 umgekommen.
Artur Samuel Er war von 1922 bis 1933 Stadtoberschularzt in Köpenick. 1933 wurde er vom Nazi‐Bürgermeister aus rassischen Gründen aus dem Amt gejagt.
Cäsilie Samuel Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie am 18. Oktober 1942 umgekommen.
Salomon Samuel Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 14. Oktober 1942 umgekommen.
Reinhold Sasse Er wurde im April 1936 aus dem KZ entlassen. Danach organisierte er bei „Admos Bleibronze“ eine kleine Widerstandsgruppe, zeitweilig zehn Personen stark. Schwerpunkte der illegalen Arbeit waren antifaschistische Propaganda und die Behinderung der Kriegsproduktion.
Johannes Sauer Er kämpfte von 1936 bis 1939 in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.
Willi Schädel Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Im September 1936 verhaftet, wurde er im November 1937 zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Georg Schäfer Er wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Max Schäfer Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit, insbesondere als Leiter des RFB in Köpenick,1933/34 im Gefängnis Berlin‐Lehrter Straße eingekerkert. Nach seiner Freilassung emigrierte er. Erst im Saargebiet, dann in Frankreich, Dänemark und Schweden leistete er aktive antifaschistische Arbeit.
Erhard Scheffler Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau und im KZ‐Colditz eingekerkert.
Herbert Scheibe Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau und im KZ‐Buchenwald eingekerkert.
Kurt Schenk Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in der Widerstandsorganisation um A. Saefkow verhaftet und im KZ‐Sonnenburg eingekerkert.
Albert Schettkat Als Abgeordneter der KPD im Preußischen Landtag und als Kandidat des ZK der KPD wurde er von den Nazis gejagt. Im Mai 1933 emigrierte er in die CSR, kehrte 1935 zur illegalen Arbeit nach Berlin zurück. Im Oktober 1935 wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach war er in verschiedenen KZ, zuletzt in Bergen‐Belsen, eingekerkert. Hier wurde er 1945 ermordet.
Kurt Scheweleit Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.
Gustav Schiefelbein Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Neuengamme eingekerkert. Auf dem Todestransport der „Kap Arkona“ 1945 ist er umgekommen.
Else Schierhorn Sie wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt, später Auschwitz, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Albert Schilling Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt.
Hans Schimanski Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR.
Felix Schindler Er wurde aus seinem Haus, Goldmannpark 69, vertrieben, seine Wohnung einem SS‐Oberscharführer übereignet. Schindler selbst wurde zu schwerer Zwangsarbeit gezwungen, konnte aber die Nazizeit überleben.
Minka Schindler Sie wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie im Oktober 1944 umgekommen.
Rosalie Schindler Sie wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt, später Auschwitz, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Anni Schlesinger Sie wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.
Hermann Schlesinger Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Israel Schlesinger Er wurde am 24. Oktober 1941 nach Lodz deportiert. Dort ist er verschollen.
Kurt Schlesinger Unter dem Druck der faschistischen Rassegesetze ist er 1938 nach Frankreich emigriert. Während des Krieges kämpfte er in der britischen Marine gegen das Naziregime.
Berta Schleyer Sie wurde am 7. Juli 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Werner Schlie Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau und Bayreuth eingekerkert.
Anton Schmaus Von den Übergriffen der Nazis zu Beginn der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, informiert, widersetzte er sich dem Überfall auf die Wohnung seiner Eltern und deren Verhaftung mit Waffengewalt. Er erschoss zwei SA‐Leute und verletzte einen tödlich. Nach seiner Flucht stellte er sich der Polizei. Auf dem Polizeipräsidium Berlin‐Alexanderplatz wurde er durch Schüsse in den Rücken – nach Zeugenaussagen durch den SA‐Sturmbannführer Gehrke – schwer verletzt. An den Folgen dieser Verletzungen und weiterer Misshandlungen ist er Anfang 1934 verstorben.
Johann Schmaus Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der CSR. Später wurde er im KZ‐Dachau eingekerkert.
Johannes Schmaus Als Mitglied des Vorstandes der Landarbeitergewerkschaft und Vertreter der SPD im Reichswirtschaftsrat sollte er im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, verhaftet werden. Im Zusammenhang mit dem Schusswechsel seines Sohnes mit der SA wurde er schwer misshandelt. Seine schließliche Ermordung wurde als Selbstmord dargestellt. Die Ehefrau von S., Katharina, und die 13jährige Tochter wurden vorübergehend festgenommen und misshandelt.
Richard Schmeing Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und dann im KZ‐Sachsenhausen und Buchenwald eingekerkert.
Artur Schmidt Der vor 1933 Parteilose beteiligte sich 1942/43 an einem sozialdemokratischen Gesprächskreis, der sich auf künftige Aufgaben nach dem Sturz des Hitlerregimes vorbereitete. Mehrere Zusammenkünfte fanden in seiner Wohnung statt. 1943 wurde er verhaftet und ohne Urteil im Zuchthaus Bayreuth eingekerkert. Dort wurde er 1945 von der US‐Armee befreit.
Erich Schmidt Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Gollnow und im KZ‐Moorlager Emsland eingekerkert.
Ernestine Schmidt Sie wurde als Mitglied der NS‐Frauenschaft zu Propagandazwecken in die Sowjetunion geschickt. Nach ihrer Rückkehr wurde sie Mitglied der KPD. Aus diesem Grunde und wegen ihrer agitatorischen Tätigkeit wurde sie für ein Jahr im KZ‐Hoheneck eingekerkert. Nach ihrer Freilassung setzte sie ihre illegale Arbeit in der Kriegszeit in der Saefkow‐Organisation fort.
Franz Schmidt Er leistete in der Widerstandsorganisation um A. Saefkow/F. Jacob aktive antifaschistische Arbeit in Köpenicker Betrieben. 1944 wurde er zum Tode verurteilt und ermordet.
Georg Schmidt Als Vorsitzender des Deutschen Landarbeiterverbandes und Reichstagsabgeordneter der SPD wurde er nach der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis am 2. Mai 1933 vorübergehend in Haft genommen. In der Zeit der Nazi‐Diktatur stand er unter ständiger Gestapo‐Beobachtung.
Max Schmidt Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.
Walter Schmolke Er war Mitglied der Widerstandsgruppe im Kabelwerk Vogel, die auch in das umliegende Wohngebiet hinein wirkte. 1936 wurde er zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Werner Schmukalla Schwerpunkte seiner antifaschistischen Tätigkeit waren insbesondere die Herstellung und der Vertrieb von illegalem Material, so der „Roten Fahne“, der „Theorie und Praxis“ und des „Roten Industrieangestellten“. Deshalb wurde er zu drei Jahren Zuchthaus (Luckau) verurteilt. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Mex Schneider Er kämpfte in den Reihen des NKFD in der UdSSR gegen das Naziregime.
Ernst Schneller Als Reichstagsabgeordneter und Leiter der Reichsparteischule der KPD in Fichtenau wurde er im Februar 1933 nach der Reichstagsbrandprovokation verhaftet. Nach einer sechsjährigen Zuchthausstrafe wurde er im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert. Hier schuf er gemeinsam mit anderen Antifaschisten eine internationale Widerstandsorganisation. Am 11. Oktober 1944 wurde er zusammen mit Mathias Thesen, R. Hennig und weiteren 24 Häftlingen erschossen.
Hans-Heiner Schober Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.
Bruno Scholz Er war Mitglied der von Rudolf Baschin im Kabelwerk Vogel geleiteten Widerstandsgruppe. Sie leistete Propagandaarbeit im Betrieb und im Wohngebiet. 1936 wurde die Gruppe zerschlagen und Zuchthausstrafen bis zu drei Jahren, sechs Monaten verhängt.
Erna Schönberger Sie wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt, später Auschwitz, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Ludwig Schönberger Er wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt, später Auschwitz, deportiert. Dort ist er verschollen.
Schönfeld Er wurde im Verlauf der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und misshandelt.
Karl Schöppe Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt, so dass er ein Jahr lang in der Charité behandelt werden musste.
Erich Schreiber Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Tegel eingekerkert.
Emil Schubert Als Kreiskassierer der SPD in Köpenick bekannt, wurde er bereits im März 1933 im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.
Egon Schulz Er arbeitete mit Karl Wegwitz und anderen in der antifaschistischen Gruppe in der GEMA zusammen. Er erhielt Flugschriften und spendete Geld zur Unterstützung der illegalen Arbeit. 1944 wurde er verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus Brandenburg verurteilt.
Erwin Schulz Als ehem. „Fichte‐Sportler“ war er am Aufbau und der illegalen Arbeit von Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ beteiligt. 1933/34 war der Vertrieb der illegalen Schriften „Rot Sport“ und „Theorie und Praxis“ ein Schwerpunkt der Arbeit. 1935 wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung setzte er die antifaschistische Arbeit im KZ‐Börgermoor und in der Strafeinheit 999 fort.
Fritz Schulz Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, zusammen mit seinem Sohn im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Karl Schulz Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in der Festung Torgau eingekerkert.
Paul Schulz Er gehörte der von H. Schwarz geleiteten antifaschistischen Schutzgruppe an, die auch das „Karl‐Liebknecht‐Haus“ schützte. Nach der Verhaftung wurde er zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt.
Waldemar-Ernst Schulz Er unterstützte die illegale antifaschistische Arbeit durch die Bereitstellung von Quartieren, Weiterleitung illegaler Post, Herstellung von Verbindungen sowie durch die Beschaffung von Lebensmitteln für Illegale. 1943 wurde er vor dem Berliner Kammergericht angeklagt.
Herwart Schumann Er kämpfte in den Reihen des NKFD als Angehöriger der 51. Garde‐Division in der 2. Belorussischen Front der Sowjetarmee gegen das Naziregime.
Albert Schurm Er leistete in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um A. Saefkow/F. Jacob aktive Arbeit.
Klara Schürmann Sie leistete in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um H. Schulze‐Boysen/A. Harnack aktive illegale Arbeit.
Alfred Schurwanz Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau und im KZ‐Moorlager Emsland eingekerkert.
Willi Schüßler Der vor 1933 Parteilose schloß sich 1942/43 einem sozialdemokratischen Gesprächskreis an, um sich auf Aufgaben nach dem Sturz des Naziregimes vorzubereiten. Er wurde im Dezember 1943 verhaftet und ohne Urteil im Zuchthaus Bayreuth eingekerkert. Hier wurde er 1945 von der US‐Armee befreit.
Otto Schwab Wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit verfolgt, emigrierte er in die Sowjetunion. Während des Krieges leistete er im Rahmen des NKFD aktive Arbeit, insbesondere in Kriegsgefangenenlagern mit Offizieren und Generalen der Hitlerwehrmacht.
Käte Schwank Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.
Adele Schwarz Sie ist auf dem 116. Osttransport jüdischer Bürger verschollen.
Erich Schwarz Er ist auf dem 116. Osttransport jüdischer Bürger verschollen.
Hermann Schwarz Er gehörte mit anderen Genossen zu einer kleinen Schutzgruppe für das „Karl‐Liebknecht‐Haus“. Bis 1936 war er an allen illegalen Aktivitäten der Köpenicker KPD‐Organisation beteiligt. Nach einer dreijährigen Zuchthausstrafe in Brandenburg wurde er weiterhin in den KZ‐Sachsenhausen und Sonnenburg eingekerkert. Befreit durch die Rote Armee, wurde er 1945 der erste Bürgermeister in Friedrichshagen.
Werner Schwarz In Zusammenarbeit mit E. Schneller und W. Firl setzte er 1933 seine Arbeit als Sekretär der IAH fort. Nach schweren Misshandlungen durch die SA emigrierte er nach Prag. Dort ist er am 23. November 1934 an den Folgen der Misshandlungen gestorben.
Samuel Schwarzbach Unter dem Druck der faschistischen Rassengesetze, aus der Wohnung und aus der Praxis vertrieben, emigrierte er 1938 mit seiner Ehefrau nach Uruguay.
Willi Schwensow Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Fritz Schwertner Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Oswin Schwicht Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Werner Seelenbinder Seine Reisen für die Ringer‐Nationalmannschaft nutzte er für illegale Kurierdienste der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig. Durch seine Arbeit ermöglichte er Verbindungen zum ZK der KPD. 1942 wurde er verhaftet, am 5. September 1944 zum Tode verurteilt. Am 24. Oktober 1944 wurde er im Zuchthaus Brandenburg ermordet.
Gertrud Seidel Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Frauengefängnis Berlin‐Barnimstr. eingekerkert.
Rudolf Seidel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.
Wilhelm Seip Er leistete im Rahmen der illegalen Arbeit Berliner Sportlern aktive Arbeit. Er organisierte und ermöglichte illegale Treffs und die Verteilung von antifaschistischem Material. 1935 wurde er zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Felix Seipolt Er leistete von 1933 bis 1935 aktive antifaschistische Arbeit, insbesondere unter den Wassersportlern. 1935 wurde er zu zwei Jahren, zwei Monaten Zuchthaus (Luckau) verurteilt.
Paul Senftleben Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Im September 1936 verhaftet, wurde er im November 1937 zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Gustav Senger Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 17. September 1942 umgekommen.
Günther Seyfert Er kämpfte in den Reihen des NKFD und dann in der Roten Armee in der SU gegen das Naziregime.
Sophie Sieg Sie leistete in der Widerstandsorganisation um Schulze‐Boysen/Harnack aktive antifaschistische Arbeit. Nach ihrer Verhaftung im Oktober 1942 wurde sie im Juni 1943 im KZ‐Ravensbrück eingekerkert. Hier wurde sie 1945 von der Roten Armee befreit.
Friedrich Siegmund-Schulze Er führte 1933 die sozialen Einrichtungen des „Ulmenhofes“ in Wilhelmshagen. 1933 trat er aktiv für die verfolgten Juden ein und arbeitete an einer Sympathieerklärung der Kirchenführung für die bedrängten jüdischen Gemeinden. Im Gefolge des Drucks der Gestapo emigrierte er noch 1933 in die Schweiz.
Walter Silberschmidt Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Karl Skala Er war Mitglied einer kleinen Widerstandsgruppe in der Firma H. Grau, Friedrichshagen. Schwerpunkte der illegalen Arbeit waren die Störung der Kriegsproduktion und die aktive Solidarität für Zwangsarbeiter aus der CSR, Polen und der SU.
Bernhard Sobottka Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit 1933 von der Gestapo verhaftet und im KZ‐Oranienburg eingekerkert. Nach seiner Freilassung setzte er im Schöneweider Industriegebiet die illegale Arbeit fort. 1944 wurde er ermordet.
Hans Spaltenstein Bis 1937 arbeitete er im Rahmen seiner Organisation in Oberschöneweide illegal. Nach der Verhaftung 1937 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Karl Sperling Er arbeitete 1933/34 am Aufbau von illegalen Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“. Er beteiligte sich an Zusammenkünften und half Propagandamaterial zu vertreiben. 1935 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Otto Sperling Er arbeitete von 1933 bis 1935 für „Neu Beginnen“ illegal. Schwerpunkte waren die Bildung neuer Gruppen und die Hilfe für Familien politisch Verfolgter. 1935 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Freilassung setzte er die illegale Arbeit fort.
Wilhelm Spieß Er setzte 1933/34 in den Schöneweider Großbetrieben die antifaschistische Arbeit fort. Insbesondere war er am Vertrieb illegaler Schriften wie „Der Rote Osten“, die „Rote Fahne“ und der „Metallarbeiter‐Zeitung“ beteiligt. Im Mai 1934 wurde er angeklagt und eingekerkert.
Josef Spitzer Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit, aber auch wegen seiner Kenntnisse über die Rolle Köpenicker SA‐Leute bei der Reichstagsbrandprovokation im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt. An den Folgen der Misshandlungen ist er am 26. Juni 1933 im Köpenicker Krankenhaus verstorben.
Paul Spitzer Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und so schwer misshandelt, dass er an den Folgen am 30. Juni 1933 im Köpenicker Krankenhaus verstarb.
Frieda Sprenger Zusammen mit ihrem Mann Fritz Kirsch leistete sie im KWO aktive antifaschistische Arbeit. Später arbeitete sie in einer Schraubenfabrik in Oberschöneweide. Hier unterstützte sie jüdische und ausländische Zwangsarbeiter. Sie wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Martha Sprenger Als Nachbarin von Martha und Hans Paucka wurde sie in die illegale antifaschistische Arbeit einbezogen. Später gab sie dem untergetauchten Paucka Quartier und half bei der Beschaffung von Ausweispapieren. Am Ende des Krieges wirkte sie mit Paucka und den Eheleuten Grubitz in Wernsdorf zusammen.
Käthe Stange Sie wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Waldemar Stanke Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Johanna Starek Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der CSR und in England.
Kurt Steffelbauer Er wurde 1933 wegen seiner politischen Haltung aus dem Schuldienst entlassen, aber schon Ende 1933 als Lehrer reaktiviert. Von 1933 bis 1941 verband er seine Lehrertätigkeit, zuletzt in Oberschöneweide, mit illegaler antifaschistischer Arbeit. Er half Widerstandsgruppen zu informieren, war Anlaufstelle für Auslandskuriere, hielt selbst Verbindung nach Prag. Er war Autor illegaler Flugschriften wie „Was wir wollen und wofür wir kämpfen“ und „Wahnsinnige regieren Deutschland“. Im Mai 1941 wurde er verhaftet, am 10. Januar 1942 zum Tode verurteilt und am 21. Mai 1942 in Berlin‐Plötzensee ermordet.
Alfred Steimel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis von Hamm eingekerkert. Nach seiner Freilassung emigrierte er und kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.
Heinz Steinbock Er begann sofort 1933 mit der illegalen antifaschistischen Arbeit in Köpenick. Obwohl er im Juni während der Blutwoche festgehalten und misshandelt wurde, setzte er die illegale Arbeit fort. 1935 wurde er verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung setzte er seine illegale Tätigkeit von 1938 bis 1945 in Friedrichshagen fort.
Otto Steinbock Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim Müggelseedamm festgehalten und schwer misshandelt. Dennoch setzte er die illegale Arbeit für die Rote Hilfe fort. Im September 1936 wurde er zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Auch danach setzte er die illegale Arbeit in Friedrichshagen fort.
Bertha Steinhart Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.
Richard Steinhart Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 15. Juli 1943 umgekommen.
Inge-Minna Steinitz Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR.
Johannes Stelling Das Leben von Johannes Stelling, geboren am 12. Mai 1877 in Hamburg, endete am 12. Juni 1933, geschlagen, gefoltert, erschossen von Köpenicker SA‐Leuten in der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933! ...
Paul Stephan Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. 1936 verhaftet, wurde er im November 1937 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Michael Stephanuk Zwangsarbeiter aus der UdSSR bei der Chemischen Fabrik Grünau. Er wurde 1944 wegen Waffenbesitz verhaftet und in der Haft ermordet.
Heinz Stern Er kämpfte in den Reihen der Roten Armee gegen das Naziregime.
Günter Stillmann Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in Palästina.
Rolf Stock Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Spandau eingekerkert.
Walter Stolpe Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in den Zuchthäusern Brandenburg und Luckau sowie im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.
Kurt Stoph Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Oranienburg eingekerkert.
Herbert Stresow Er kämpfte in den Reihen des NKFD in der UdSSR gegen das Naziregime.
Lieselotte Strub Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in Frankreich, in der Schweiz und in der UdSSR.
Heinrich Stühmer Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Franz Stupp Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in den Gefängnissen in Aachen und Hamm (Westfalen) sowie im Zuchthaus Siegburg eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Karl Süß Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Süß betrieb eine illegale Druckerei und stellte Flugschriften her. 1937 wurde er zu vier Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt.
Eduard Switalla Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration im Saargebiet, in Frankreich und in der UdSSR. Während des Krieges kämpfte er in der Roten Armee gegen das Naziregime.
Werner Sylten Werner Sylten wurde am 9. August 1893 in der Schweiz geboren, er war der Älteste von fünf Geschwistern. Da die Familie aus beruflichen Gründen des Vaters mehrfach den Wohnsitz wechselte, besuchte Sylten Schulen in Berlin, in Friedeburg bei Breslau und das Gymnasium in Lohr am Main. Nachdem er zwei Jahre Theologie studiert hatte, wurde er Soldat im ersten Weltkrieg. 1920 beendete W. Sylten sein Studium und ergänzte seine Kenntnisse durch ein Studium der Nationalökonomie und der Sozialpädagogik in Berlin. ...