Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: N

Sara Nachemstein Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 7. September 1942 umgekommen.

Ryfka Nachmann Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Isaak Nadel Er wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 17. Februar 1943 umgekommen.

Ewald Naujoks Er gehörte 1942/43 zu einem sozialdemokratischen Gesprächskreis, der sich für künftige Aufgaben schulen wollte. Dem dienten Gespräche über SPD‐Dokumente, Flugblätter und Sendungen des Londoner Rundfunks. Im Dezember 1943 verhaftet, wurde er im Januar 1945 vor Gericht gestellt, aber ohne Urteil in das Zuchthaus Bayreuth eingewiesen. Dort wurde er von der US‐Armee befreit.

Emma Naumann Sie wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim „Wendenschloß“ festgehalten und misshandelt.

Florencio Navas Er kämpfte von 1936 bis 1939 in den Reihen der Republikanischen Armee gegen den Faschismus.

Anni Nawrocki Sie wurde 1934 von der Gestapo wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt.

Franz Nawrocki Weil er von 1929 bis 1931 Bezirksverordneter der KPD in Köpenick war, wurde er im Februar 1933 im KZ‐Oranienburg eingekerkert. Nach seiner Freilassung leistete er illegale Arbeit im Betrieb „Ambi Budd“.

Hans Nawrocki Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert.

Joseph Nawrocki In der Nacht der faschistischen Reichstagsbrandprovokation 27./28. Februar 1933 wurde er verhaftet. Nach seiner Freilassung leitete er von 1933 bis 1936 eine illegale KPD‐Organisation im Norden Berlins. Nach seiner erneuten Verhaftung 1936 wurde er zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. 1942 wurde er im KZ‐Sonnenburg ermordet.

Eugenie Nebel Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Frauengefängnis Berlin‐Barnimstr. eingekerkert.

Günter Nebel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.

Hermann Nebelung Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in den KZ‐Lichtenburg und Esterwegen eingekerkert.

Anna Nemitz Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde sie von der SA gejagt. Obwohl sie im Gestapo‐Verzeichnis der SPD‐Reichstagsabgeordneten „erfasst“ war und mehrfach Hausdurchsuchungen durchgeführt worden waren, hielt und entwickelte sie Verbindungen zu sozialdemokratischen Kollegen.

Peter Neter Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Kölner Gefängnis eingekerkert.

Alfred Netzeband Er war aktiv am antifaschistischen Widerstandskampf beteiligt.

Gertrud-Adeline Neuhof Sie unterstützte die illegale antifaschistische Arbeit in Köpenick durch die Bereitstellung von Quartieren, die Weiterleitung von Post und die Herstellung von Verbindungen. Sie wurde verhaftet und 1943 von dem Berliner Kammergericht angeklagt.

Gertrud Neuke Sie leistete in der Widerstandsorganisation um A. Saefkow aktive illegale Arbeit. So fertigte und vertrieb sie gemeinsam mit B. Hämmerling antifaschistische Feldpostbriefe. Im September 1944 wurde sie verhaftet, zu Zuchthaus verurteilt und im April 1945 von den US‐Truppen aus dem Zuchthaus Bayreuth befreit.

Helmut Neumann Der jüdische Zwangsarbeiter bei Kodak war seit 1940 Angehöriger der Widerstandsgruppe um Herbert Baum. Nach dem Anschlag auf die Hetzausstellung „Das Sowjetparadies“ wurde er verhaftet und am 4. März 1943 ermordet.

Erich Nickel Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Nach der Verhaftung im September 1936 wurde er im November 1937 zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.

Erich Niendorf Er leistete bis 1937 illegale Arbeit in Berliner Eisenbahnbetrieben. 1937 verhaftet, wurde er zu einem Jahr, drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Friedrich Niesar Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Tegel eingekerkert.

Eugenie Nobel Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Lauerhof (Lübeck) eingekerkert. Nach ihrer Freilassung emigrierte sie nach China, Shanghai.

Günter Nobel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert

Ann Notowicz Als Mitglied der antifaschistischen niederländischen Widerstandsbewegung führte sie den aktiven Kampf gegen die faschistischen Okkupanten bis zur Befreiung ihrer Heimat. Sie war unter anderem für die logistische Absicherung des Kampfes, so durch Fälschung von Pässen und Lebensmittelkarten, verantwortlich.

Nathan Notowicz Von den Nazis verfolgt, emigrierte er 1933 in die Niederlande. Als Mitglied der „Vrije Groepen Amsterdam“ nahm er 1940 den illegalen Kampf gegen die faschistischen Besatzer auf. 1940 und 1944 war er Leiter der KPD‐Gruppe in den Niederlanden (Deckname Gerard Fischer). Er leistete seine illegale antifaschistische Widerstandsarbeit im engsten Kontakt zur niederländischen Antifaschistin Anna‐Maria de Lange (später Ann Notowicz) bis zur Befreiung des Landes.

Georg Nusche Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde er gemeinsam mit seiner Frau Hedwig im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und misshandelt. Dennoch arbeitete er in der KPD‐Organisation bis 1936 illegal weiter. 1937 wurde er zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.

Hedwig Nusche Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und misshandelt.