Verfolgte und Widerstandskämpfer: H
Adolf Haberland Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal festgehalten und schwer misshandelt. Für den schwerverletzten, lange Zeit arbeitsunfähigen, RGO‐Funktionär sammelten die Kollegen der Firma „Duco“ einen ansehnlichen Unterstützungsbeitrag.
Erna Hädrich 1933/34 wurde sie wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit von der Gestapo fünf Monate in Haft genommen. In den folgenden Jahren setzte sie an der Seite ihres Ehemannes die illegale Arbeit Seite an Seite mit Karl Frank und Robert Uhrig fort.
Herbert Hädrich Er gehörte 1933 zu einer antifaschistischen Schutzformation in Friedrichshagen. Zugleich war er 1933/34 in der Köpenicker KPD‐Organisation für Agitation und Propaganda verantwortlich. Am 8. Mai 1934 wurde er verhaftet und im November 1934 zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. ...
Margarete Hagelberg Um der Deportation zu entgehen, ging sie am 11. August 1942 in den Freitod.
Kurt Hagener Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim „Müggelseedamm“ festgehalten und derart misshandelt, dass er dauernde gesundheitliche Schäden davontrug.
Max Hahn Er kämpfte in den Reihen der Roten Armee gegen das Naziregime.
Bruno Haid Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in Frankreich. Während des Krieges kämpfte er in den Reihen des Maquis gegen das Naziregime.
Natalie Haid Wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit wurde sie im Gefängnis Karlsruhe eingekerkert.
Herbert Hake Gemeinsam mit anderen Antifaschisten setzte er 1933/34 die illegale Arbeit in den Schöneweider Großbetrieben fort. Vor allem wegen der Verbreitung illegaler Schriften wurde er angeklagt und eingekerkert.
Paul Halle Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Bruno Hämmerling Seit 1933 wirkte er als illegaler Kämpfer gegen das Hitlerregime. Er organisierte in Köpenicker Betrieben Widerstandsgruppen und arbeitete an deren Absicherung gegenüber der Gestapo. Die illegale Arbeit dieser Gruppen im Rahmen der Uhrig‐ – später der Saefkow‐Organisation – waren ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Faschismus und Krieg. Im Sicherheitsdienst der Saefkow‐Organisation war er für die Beschaffung von Quartieren, Nachrichten und Waffen sowie für die Sicherung der illegalen Leitungsberatungen verantwortlich. Er wurde am 6. Juli 1944 verhaftet und am 31. August 1944 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt. Am 30. Oktober 1944 wurde er im Zuchthaus Brandenburg ermordet.
Curt Handke Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.
Erich Hanke Er leistete von 1933 bis 1935 illegale antifaschistische Arbeit an verschiedenen Brennpunkten in Berlin. Im August 1935 wurde er verhaftet und zu zehn Jahren Zuchthaus (Luckau und Brandenburg) verurteilt.
Ernst Harter Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Hamm (Westfalen) und später im KZ‐Nordhausen – Lager „Dora“ – eingekerkert.
Antonie Hartmann Sie wurde am 21.Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 7. August 1942 umgekommen.
Ernst Hartmann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Lichtenburg eingekerkert. Während des Krieges wurde er für die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert.
Sara Harzheim Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Mohrungen (Hannover) eingekerkert.
Hildegard Haubert Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Frauengefängnis Berlin‐Barnimstr. eingekerkert.
Eugen Haucke Er gehörte zu der kleinen Gruppe von Antifaschisten in der Firma H. Grau. Diese Gruppe behinderte die Rüstungsproduktion und half den ausländischen Zwangsarbeitern.
Erich Haverland Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.
Werner Heber Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im März und im Juni 1933 im SA‐Sturmlokal Demuth misshandelt.
Wilma Heckert In Riga geboren, seit der Russischen Revolution 1905 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiter Partei Russlands, in zaristischer Kerkerhaft, heiratete am 2. Juli 1912 Fritz Heckert. Alles was sie für die Arbeiterklasse und die Partei leistete tat sie an der Seite von Fritz Heckert. Hierin eingeschlossen ist ihre antifaschistische Arbeit in der sowjetischen Emigration von 1933 bis 1945.
Martha Heimann Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 7. September 1942 umgekommen.
Erwin Hein Er setzte seine seit 1925 geleistete Arbeit für die IAH auch nach der Errichtung der faschistischen Diktatur fort. Zeitweilig umfasste diese Gruppe etwa 120 Mitglieder. Erwin H. leitete selbst bis 1935 in der Post‐Baukolonne „Fink“ eine illegale Gruppe der Roten Hilfe. Sie unterstützte die Familien von Gefangenen und vertrieb illegale Literatur. 1935 wurden 24 Mitglieder der Gruppe, eingeschlossen die Ehefrau Käte und die Eltern Richard und Frieda Hein, verhaftet. Alle wurden zu Gefängnisstrafen, Erwin H. zu einem Jahr, sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung setzte er seine illegale Arbeit bis 1945 fort.
Paul Hein Er leistete in der Widerstandsgruppe im Kabelwerk Vogel illegale Arbeit. 1936 wurde er zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Im Kriege wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Otto Heinrich Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim „Müggelseedamm“ festgehalten und schwer misshandelt.
Kurt Helbig Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Dresdner Gefängnis eingekerkert.
Hugo Helbing Er wurde im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, ermordet. Seine Leiche wurde am 2. Juli 1933 aus der Dahme geborgen.
Anja Helmbrecht Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit zu fünf Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt und im KZ‐Ravensbrück eingekerkert. Nach ihrer Freilassung erhielt sie 1941/42 Verbindungen zu Mitgliedern der Widerstandsorganisation um Anton Saefkow in der Zeltstadt „Schwanenbucht“. Als gebürtige Lettin beherrschte sie die russische und die englische Sprache und konnte so die Gruppe mit Auslandsnachrichten versorgen.
Walter Helmer Er leistete in der Widerstandsorganisation um Anton Saefkow aktive illegale Arbeit.
Erich Hempel Er war 1933/34 aktiv an der Arbeit von Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ beteiligt. Er leistete insbesondere Kurierdienste und verteilte die illegalen Flugschriften „Rot Sport“ und „Theorie und Praxis“. 1935 wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.
Edith Henke Sie war aktiv am antifaschistischen Widerstandskampf beteiligt. Von der Gestapo verfolgt musste sie das Land verlassen. In Spanien führte sie ihren Kampf in den Reihen der Internationalen Brigaden weiter.
Georg Henke Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.
Johannes Henker Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau eingekerkert.
Heinz Hentschke 1933 hatte er großen Anteil an der Überführung der Berliner KPD in die Illegalität. So konnte er u.a. das Inventar des Internationalen Arbeiterverlages – alle Schreibmaschinen und Abzugsapparate – sicherstellen und für die illegale Arbeit zur Verfügung stellen. Bis 1935 druckte er illegales Material und war insbesondere mit der Herstellung gefälschter Dokumente, Pässe u.ä. befasst. Am 16. Februar 1935 wurde er verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Stationen seines Leidens und Kampfes wurden das Zuchthaus Luckau (1937–1940) sowie die KZ‐Moorlager Esterwegen und Aschendorfermoor.
Dorothea Herlitz Sie wurde am 13. Juni 1942 nach Osten, später Majdanek, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Inge Herlitz Sie wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.
Johanna Herlitz Sie wurde am 13. Juni 1942 nach Osten, später Majdanek, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Oscar Herlitz Er wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert. Dort ist er verschollen.
Fanny Hertz Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Salomon Herzfeld Er wurde am 3. Dezember 1942 nach Osten, später Reval, deportiert. Dort ist er verschollen.
Dora Herzog Sie wurde am 2. März 1943 vermutlich nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.
Hermann Herzog Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Lucie Hess Sie wurde wegen ihrer illegalen antifaschistischen Tätigkeit in der Widerstandsorganisation um Anton Saefkow im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Amalie Hesse Sie wurde am 3. Oktober 1943 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 19. Dezember 1943 umgekommen.
Stefan Heym Er emigrierte 1933 aus rassischen Gründen über einen Zwischenaufenthalt in der CSR in die USA. In Zeitungen wie „Die Volksfront“ und der antifaschistischen Wochenzeitung „Deutsches Volksecho“ leistete er aktive antifaschistische Aufklärung. Seit 1943 gehörte er der US‐Armee an. Er nahm als Soldat, Sergeant und Leutnant an der Invasion in der Normandie 1944 und an den Kämpfen um die Befreiung Westeuropas und Deutschlands vom Naziregime teil.
Harry Heymann Er wurde am 2. März 1943 wahrscheinlich nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Max Hilleges Er wurde im April 1945 im Zusammenhang mit den sog. „Brotkrawallen“ zum Tode verurteilt und ermordet.
Josef Himmel Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 8. Februar 1943 umgekommen.
Margon Himmel Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort im Juli 1943 umgekommen.
Richard Hinkelmann Im Frühjahr 1942 schlugen sich zwei Kuriere aus der Sowjetunion, abgesprungen in Ostpreußen, nach Berlin durch. Sie fanden mit ihrem illegalen Material und einem Funkgerät Aufnahme bei Richard und Elise Hinkelmann. Im Juli 1942 erfolgte die Verhaftung. Am 17. August 1943 wurde Richard H. zum Tode verurteilt.
Reinhold Hinz Er protestierte gegen die Nazi‐Übergriffe gegen Köpenicker Bürger. Er sprach auch im Krankenhaus den Gauleiter der NSDAP, Dr. J. Goebbels, der verletzte SA‐Leute besuchte, persönlich an, ob er sich nicht auch die zerschlagenen Opfer der Köpenicker Blutwoche ansehen wolle.
Clara Hirsch Sie wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 12. Oktober 1942 umgekommen.
Rudolf Hirsch Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in Palästina.
Georg Hirschfeld Unter dem Druck der faschistischen Rassenhetze wählte er am 15. November 1934 den Freitod. Die Familie – seine Frau Hertha, zwei Töchter und ein Sohn – emigrierte im Juni 1940 nach Brasilien.
Werner Hoell Er war Mitglied einer Widerstandsgruppe Berliner Sportler, die von 1933 bis 1935 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Er wurde vom Berliner Kammergericht zu einem Jahr, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Edwin Hoernle H. war seit 1924 Reichstagsabgeordneter der KPD. Von den Nazis verfolgt, emigrierte er 1933 über die Schweiz in die UdSSR. Hier nahm er aktiv am antifaschistischen Kampf teil. Er gehörte seit der Gründung dem NKFD an und arbeitete insbesondere unter den Kriegsgefangenen. H. war maßgeblich an der Erarbeitung der Nachkriegskonzeption der KPD – Schwerpunkt waren die Bildungs‐ und die Landwirtschaftspolitik – beteiligt.
Alice Hoffmann Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Lauerhof (Lübeck) eingekerkert.
Hans Hoffmann Er leistete in der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig aktive antifaschistische Arbeit.
Otto Hoffmann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Irmgard Holzmann Sie wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort am 30.März 1943 umgekommen.
Paul Holzmann Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er im Januar 1945 von der Roten Armee befreit.
Wolfgang Holzmann Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort am 30. März 1943 umgekommen.
Heinz Hörnke Er leistete, unterstützt von seiner Frau Lisa, im Rahmen der Köpenicker KPD‐Organisation von 1933 bis 1936 aktive illegale Arbeit. Im September 1936 wurde er verhaftet und im November 1937 zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt.
Margarete Hübenthal Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Helmut Huber Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen Faschismus. In der französischen Emigration setzte er seine antifaschistische Arbeit fort.
Herta Huber Nach einer Gefängnishaft im Frauengefängnis Berlin‐Barnimstr. emigrierte sie in die CSR und dann nach Frankreich. Hier leistete sie aktive antifaschistische Arbeit.
Hildegard Hübner Sie leistete im Rahmen der Köpenicker KPD‐Organisation in den Jahren 1933 bis 1936 aktive illegale Arbeit in den verschiedensten Formen. Sie wurde deshalb zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Adolf Hunziger Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus und setzte seine Arbeit in der Emigration in Frankreich fort.