Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: G

Heinrich Gardei Als ehemaliger „Fichte‐Sportler“ arbeitete er 1933/34 am Aufbau von illegalen Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“. Er war als Kurier und beim Vertrieb von illegalen Schriften beteiligt. 1935 wurde er vom Berliner Kammergericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Karl Gardei Als ehemaliger „Fichte‐Sportler“ arbeitete er 1933/34 am Aufbau von illegalen Sportlergruppen. Er hielt Kurierverbindungen aufrecht und verteilte illegale Flugschriften. Er wurde 1935 vom Berliner Kammergericht zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Carola Gärtner-Scholle Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe von Antifaschisten, die im Kabelwerk Köpenick illegale Arbeit leisteten. Als Malerin gestaltete sie die Betriebszeitung „Der Vortrupp“. Am 28. September 1934 wurde sie verhaftet und später zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Hans Geffke Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Gollnow und danach im KZ‐Sonnenburg eingekerkert.

Denny Gehr Er wurde am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Gideon Gehr Er wurde am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Käte Gehr Sie wurde am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Max Gehr Er wurde am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Fritz Genz Er leistete im TRO, insbesondere im elektromagnetischen Labor, antifaschistische Arbeit. Er vertrieb handgeschriebene Klebestreifen mit antifaschistischen Losungen und betrieb umfangreiche Mundpropaganda.

Erna Gerechter Sie wurde am 5. September 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Gerlach Er war 1933 Direktor beim Bezirksamt Köpenick. Am 17. März 1933 wurde er von den Nazibehörden aus dem Amt gejagt.

Charlotte Geske Sie leistete an der Seite ihres Mannes antifaschistische Widerstandsarbeit in der Gruppe um Robert Uhrig. Insbesondere hielt sie mit anderen Hitlergegnern Verbindungen zum Zwangsarbeiterlager Wuhlheide.

Willi Geske Er leistete aktive antifaschistische Arbeit in der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig.

Willi Gewiese Er setzte 1933 seine antifaschistische Arbeit fort. Trotz mehrfacher Verhaftungen und vier Monaten KZ in Oranienburg gliederte er sich nach der Freilassung sofort wieder in die illegale Arbeit ein. Er war an Sabotageaktionen gegen die Rüstungssproduktion beteiligt und übte aktive Solidarität mit polnischen Zwangsarbeitern.

Fritz Gietzelt Wegen seiner aktiven antifaschistischen Tätigkeit wurde er noch im Dezember 1944 von der Nazijustiz zum Tode verurteilt. In den Wirren der letzten Wochen des Naziregimes konnte er fliehen und überleben.

Amalie Glaser Sie wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 20. Januar 1943 umgekommen.

Gustav Gley Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Schäke, auch „Zum alten Nazi“, Seestr. 1 festgehalten und schwer misshandelt.

Herta Gley Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Schäke, auch „Zum alten Nazi“, Seestr. 1 festgehalten und schwer misshandelt.

Johann Gloger Er leistete in der Büssing‐NAJ in Oberschöneweide auf der Grundlage abgehörter Auslandsnachrichten antifaschistische Propaganda. 1941 wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt. Nach dem Urteil wählte er den Freitod. Sein Grabstein auf dem Waldfriedhof Wuhlheide – Urnenstelle 648 – trägt die Inschrift: Hans Gloger 27.9.1890–11.1.1942.

Erich Glückauf Er kämpfte in den Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. In der folgenden Emigration in den Niederlanden und Schweden setzte er seine antifaschistische Arbeit fort.

Johann Gogodowski Er leistete im Rahmen seiner Organisationsgruppe in Oberschöneweide von 1933 bis 1937 illegale Arbeit. Im Oktober 1937 wurde er vom Berliner Kammergericht zu einem Jahr, vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Albrecht Göhring Er wurde als Vorsitzender der KPD‐Ortsgruppe Erkner und als Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter der KPD‐Kreis Niederbarnim nach der Reichstagsbrandprovokation im Februar 1933 verhaftet und zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Während des Krieges leistete er illegale Arbeit in der Widerstandsorganisation um Anton Saefkow. Bei „Iso‐Press“ in Oberschöneweide half er Zwangsarbeitern und verbreitete illegale Rundfunknachrichten.

Else Göhring Sie wurde als Gemeindevertreterin und Kandidatin der KPD für die Wahl zum Preußischen Landtag im Februar 1933 verhaftet. Wegen illegaler Tätigkeit, insbesondere wegen des Vertriebs von Flugschriften, wurde sie zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Fanny Goldmann Sie wurde am 27. Februar 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 26. September 1942 umgekommen.

Adolf Goldschmidt Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 3. November 1942 umgekommen.

Louis Goldschmidt Um der Deportation zu entgehen, wählte er am 31. Januar 1941 den Freitod.

Bernhard Goldstein Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 18. September 1942 umgekommen.

Iris Goldstein Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Werner Goldstein Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert. Nach seiner Freilassung emigrierte er nach England und leistete dort antifaschistische Arbeit

Pinkus Gottfeld Er wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er verschollen.

Kurt Goßweiler Als Angehöriger einer illegalen Gruppe des KJVD unter der Leitung von Werner Steinbrink war er an Flugblattaktionen im Zentrum Berlins beteiligt. Abgehörte Rundfunksendungen der Sender aus Madrid, Barcelona, London und Moskau dienten der Schulung der Gruppenmitglieder, waren aber auch die Grundlage für Flugblatt‐ und Klebezettelaktionen. Zur faschistischen Wehrmacht eingezogen, lief er zur Roten Armee über und beteiligte sich an der antifaschistischen Arbeit in den Kriegsgefangenenlagern.

Max Grabowski Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Oranienburg eingekerkert.

Gütel Graetzer Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 28. Dezember 1942 umgekommen.

Charlotte Gramsch Als Mitglied der KPD seit ihrem 17. Lebensjahr (1920) war sie von 1933 bis 1945 aktiv an der illegalen antifaschistischen Arbeit in Köpenick und Berlin beteiligt.

Hermann Gramsch Er leistete im Rahmen der Köpenicker KPD‐Organisation aktive antifaschistische Arbeit. Er wurde deshalb im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Ferdinand Grändorf Er war am Aufbau und der Arbeit von Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ 1933/34 beteiligt. G. leistete Kurierdienste und half beim Vertrieb illegaler Schriften. Er wurde 1935 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945 wurde er von der Roten Armee aus dem Zuchthaus Brandenburg befreit.

Ilse Gröning Sie unterstützte die illegale antifaschistische Arbeit durch die Bereitstellung von Quartieren, Weiterleitung von Nachrichten, Kurierdienste und die Beschaffung von Lebensmittelkarten für Illegale. 1943 wurde sie vor dem Berliner Kammergericht angeklagt.

Roberta Gropper Als Reichstagsabgeordnete der KPD, Wahlkreis 2‐Berlin, wurde sie vom Hitlerregime ausser Landes getrieben. Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR.

Otto Grube Er wurde wegen seiner aktiven antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐ Buchenwald eingekerkert.

Ilse Grubitz Sie leistete im Rahmen der Widerstandsorganisation um Anton Saefkow aktiven antifaschistischen Widerstand. Die Vorbereitung von illegalem Material, Beschaffung von Quartieren und Papieren für Illegale, Hilfe für untergetauchte jüdische Mitbürger und für Zwangsarbeiter waren wichtige Formen ihres Kampfes. 1945 verhinderte sie gemeinsam mit anderen Antifaschisten die Sprengung der Wernsdorfer Schleuse.

Richard Grubitz Er leistete in den 12 Jahren des Hitlerregimes aktiven antifaschistischen Widerstand. Als Betriebsarbeiter, im Arbeitsdienstlager Schneidemühl, in der Nazi‐Wehrmacht, als Illegaler 1944/45 führte er mit den verschiedensten Mitteln den Kampf zur Überwindung der Naziherrschaft und zur Beendigung des Krieges. 1945 verhinderte er gemeinsam mit anderen Antifaschisten die Sprengung der Wernsdorfer Schleuse.

Iwan Grünberg Er wurde am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Max Grünstein Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Hildegard Guddorf Als Stieftochter des Reichstagsabgeordneten der KPD Emil Höllein und als Ehefrau von Wilhelm Guddorf (März 1934 verhaftet – drei Jahre Zuchthaus) war sie von 1933 an in die illegale antifaschistische Arbeit einbezogen. U.a. verbarg sie monatelang eine wertvolle marxistische Bibliothek und hielt Verbindung nach Moskau. In der Kriegszeit leistete sie an der Seite von Karl Frank – sie war 1942 geschieden worden – illegale Arbeit. Sie hatte großen Anteil an der Herausgabe des „Informationsdienstes“ und sicherte die Verbindung zwischen den Widerstandsgruppen um R. Uhrig und H. Schulze‐Boysen.

Willibald Guhr Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Lydia Gusysk Sie wurde am 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Max Gusysk Er wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort am 19. Juni 1943 umgekommen.

Felix Guter Er wurde am 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Heinz Guter Er wurde am 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Otto Gutsche Er war von 1933 bis 1936 an der illegalen antifaschistischen Arbeit in Köpenick beteiligt. Im November 1936 wurde er verhaftet und im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.

Klaus Gysi Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in Frankreich.