Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: F

Emma Falk Sie wurde am 13. Januar 1942 wahrscheinlich nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Paul Fassunge Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Ravensbrück, Nebenlager Lindow, eingekerkert. Während des Krieges gegen die Sowjetunion lief er zur Roten Armee über und arbeitete in den Reihen des AKFD gegen das Naziregime.

Hildegard Feilen Sie unterstützte die antifaschistische Arbeit des Rechtsanwaltes H. Reinefeld aktiv. In ihrer Wohnung verbarg sie zeitweilig zwei jüdische Frauen und half der jüdischen Familie Collm zu überleben.

Jean-Baptist Feilen Wegen seiner aktiven antifaschistischen Arbeit wurde er im Juni 1933 im KZ‐Esterwegen eingekerkert. Nach seiner Freilassung setzte er die illegale Arbeit fort. Ende 1934 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Anschluss wurde er von 1937 bis 1945 im KZ‐Buchenwald eingekerkert. Auch hier leistete er als Kapo der Wäschekammer aktiven Widerstand und half so zahlreichen Häftlingen das Leben zu retten.

Sophie Feldmann Um den Nazi‐Repressalien und der Deportation zu entgehen, ging sie am 15. Januar 1942 in den Freitod.

Willi Felisch Er leistete hier 1933/34 durch die Herstellung und den Vertrieb antifaschistischer Straßenzeitungen aktiven Widerstand. Dafür wurden er und seine Mitstreiter 1935 zu Haftstrafen von neun Monaten Gefängnis bis zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Paul Feller Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde er von der SA festgehalten und misshandelt. Nach seiner Freilassung emigrierte er in die CSR. 1937 reihte er sich in die Internationalen Brigaden in Spanien ein und kämpfte gegen den Faschismus. Aus der französischen Internierung wurde er 1940 an die Gestapo ausgeliefert. Im November 1944 wurde er im KZ‐Sachsenhausen ermordet.

Paul Fettke Er wurde erstmals im März 1933 und dann während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Franz Feyerherd Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Wilhelm Firl Er wurde wegen seiner Arbeit als Journalist für „Der Kämpfer“ (Chemnitz), den Pressedienst der KPD und für die „Rote Fahne“ mehrfach verurteilt. Sofort im Januar 1933 nahm er die antifaschistische Arbeit auf, anfangs in Süddeutschland, ab 1935 in Berlin. Wohnhaft in Oberschöneweide, Wattstr.11, trug er u.a. aktiv dazu bei, die Ergebnisse des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale und der Parteikonferenz der KPD im Jahre 1935 in Berlin, insbesondere in Köpenick, zu verbreiten. Am 30. Januar 1936 wurde er verhaftet und am 22. Mai 1937 zum Tode verurteilt. Am 17. August 1937 wurde er in Berlin‐Plötzensee ermordet.

Wilhelm Fischbeck Er war am Aufbau illegaler Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ beteiligt. 1933/34 hielt er die Verbindung zur Berliner Leitung und half die illegalen Druckschriften „Rot Sport“ und „Theorie und Praxis“ zu vertreiben. 1935 wurde er vom Berliner Kammergericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Hans Flieger Der Betriebsratsvorsitzende der BVG wurde wegen der aktiven Interessenvertretung seiner Kollegen bereits im März 1933 im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Herbert Fölster In Verbindung mit Anton Saefkow leistete er aktive antifaschistische Widerstandsarbeit. Sie umfasste unter andere den Aufbau einer Jugendgruppe, den Vertrieb von illegalem Material und die Herstellung von Verbindungen zu ukrainischen Zwangsarbeitern und die Organisierung von Hilfe für sie. 1944 wurde er verhaftet und zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945 wurde er von der Roten Armee aus dem Zuchthaus Brandenburg befreit.

Max-Edmund Forgbert Er unterstützte die illegale antifaschistische Arbeit in Köpenick durch die Bereitstellung von Quartieren, Weiterleitung illegaler Post und die Herstellung von Verbindungen. Er wurde 1943 vor dem Berliner Kammergericht angeklagt

Flora Fraenkel Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.

Karl-Wilhelm Frank Karl Frank war, wie man so landläufig sagt, ein „einfacher Arbeiter“. Wohl wissend, dass er sein Leben einsetzte, arbeitete er von 1933 bis 1942 in Berlin illegal gegen das Naziregime, um dem deutschen Volk Terror, Mord und Krieg zu ersparen. ...

Sally Frank Die antisemitische Hetze und die Verfolgungen der Nazis zwangen ihn 1938 in die Emigration, bis 1949 lebte er in Frankreich.

Joachim Franke Er gehörte zur Widerstandsgruppe im KWO. In seiner Wohnung wurden u.a. Sprengsätze hergestellt, mit der Angehörige der Widerstandsgruppe um Herbert Baum Teile der Hetzausstellung „Das Sowjetparadies“ zerstörten. F. wurde zum Tode verurteilt und am 18. August 1942 in Berlin‐Plötzensee ermordet.

Therese Franke Sie war 1933/34 an der illegalen antifaschistischen Arbeit in Oberschöneweide, insbesondere am Vertrieb von antifaschistischen Straßenzeitungen beteiligt. Sie wurde 1935 zu einer Haftstrafe verurteilt.

Daniel Freiberg Er wurde am 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Emma-Liesbeth Freitag Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Lauerhof (Lübeck) eingekerkert.

Max Frenzel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.

Olga Frenzel Sie war technische Mitarbeiterin in der Reichstagsfraktion der KPD und Zeugin im Reichstagsbrandprozess. Über sie notierte Georgi Dimitroff im Abschnitt seiner Notizen: „Kommunistische Zeugen. – Dann diese Sekretärin in der kommunistischen Fraktion Rehme. Glänzend. Ernst, geduldig, klar, fest ausgesagt, das was sie wussten... Dann diese Stenotypistin Derx. Ebenso gut...“ ...

Erich Frese Er leistete illegale antifaschistische Arbeit für seine Organisation in Oberschöneweide, über ihn lief vor allem die Verteilung illegaler Schriften. Im Oktober 1937 wurde er zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus (Luckau) verurteilt. Danach war er im KZ‐Moorlager Emsland eingekerkert.

Bertha Friede Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 12. September 1942 umgekommen.

Jenny Friedenstein Sie wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 20. Februar 1943 umgekommen.

Otto Friedlaender Er wurde am 6. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 28. Februar 1943 umgekommen.

Rudolf Fritzsche Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Bautzen eingekerkert.

Gerschon Frum Er wurde am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort im Juni 1943 umgekommen.

Lea Frum Sie wurde am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie am 3. Dezember 1943 umgekommen.

Karl Fuchs Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und danach im KZ‐Papenburg (Emsland) eingekerkert.

Margarete Fuchs Sie wurde am 20. April 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 25. November 1942 umgekommen.

Raphael Fuchs Er wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 3. Oktober 1942 umgekommen.

Otto Fürst Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit bereits im März 1933 im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und derart misshandelt, dass er jahrelang im Krankenhaus behandelt wurde und 1937 starb.

Selma Fürstensthal Sie wurde am 6. Juli 1942 nach Theresienstadt, später nach Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Alfred Futran Alfred Futran wurde am 26. Januar 1901 geboren. Sein Vater Alexander, seit dem 23. Februar 1919 gewählter Abgeordneter der Köpenicker Stadtverordnetenversammlung und Leiter des „Sozialistischen Verteidigungskomitees“ in Köpenick gegen die Kapp‐Putschisten im März 1920, war als Mordopfer der Putschisten der erste Bürger Köpenicks jüdischer Abstammung, der dem Hakenkreuz zum Opfer fiel. ...

Ella Futran Sie wurde am 19. Januar 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

Fritz Füßler Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau eingekerkert.