Verfolgte und Widerstandskämpfer: D
Marie Dannenberg Sie war an der Umstellung der Köpenicker KPD auf die Illegalität beteiligt. An ständig wechselnden Orten schrieb sie Manuskripte und Wachsmatrizen für die illegale örtliche „Rote Fahne“ und für die Tarnschrift mit dem Bericht über die Köpenicker Blutwoche.
Denny Danziger Er wurde am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Felix Danziger Er wurde am 9. Dezember 1942 – wahrscheinlich nach Auschwitz – deportiert. Dort ist er verschollen.
Otto Dargel Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. 1934 wurde er verhaftet und wegen „Hochverrats“ zu zwei Jahren Zuchthaus (Luckau) verurteilt. 1942 wurde er für die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert. Hier und in der US‐Kriegsgefangenenschaft setzte er seine antifaschistische Arbeit fort.
Erwin Dauke Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. In der französischen Emigration setzte er seine antifaschistische Arbeit fort.
Sara Dauke Sie kämpfte in den Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. In der französischen Emigration setzte sie ihre antifaschistische Arbeit fort.
Walter Delius Als Pfarrer der Christophorus‐Gemeinde in Friedrichshagen befand er sich seit 1933 in ständiger Auseinandersetzung mit den Organen des Naziregimes gegen alle Versuche, die Kirche zu bevormunden. Vorladungen zur Gestapo, drei Wochen Gefängnishaft 1937 in Moabit, vermochten sein Eintreten für die Bekennende Kirche nicht zu brechen.
Wilhelm Desch Er kämpfte in den Reihen des NKFD in der Sowjetunion und dann in der Roten Armee gegen das Naziregime.
Tella Desiderio Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Anschließend war er im Lager Toulouse (Frankreich) interniert.
Friedrich Dettmer Er leistete bis 1937 illegale antifaschistische Arbeit unter den Metallarbeitern in Oberschöneweide. Er nahm an illegalen Treffen teil, unterstützte Häftlinge und ihre Angehörigen, verteilte Flugschriften. Am 9. Februar 1938 wurde er vom Berliner Kammergericht zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Minna Deutschland Sie wurde am 16. Februar 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 7. Dezember 1942 umgekommen.
Friedrich Dickel Er kämpfte 1936 bis 1939 in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien und dann in der Roten Armee gegen den Faschismus.
Anni Dollwetzel Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR und kämpfte dann in der Roten Armee gegen das Hitlerregime.
Minna Dölz Sie wurde als aktive Gewerkschafterin und wegen ihrer antifaschistischen Haltung von den Firmen Loewe und AEG Oberschöneweide gemaßregelt. Dennoch setzte sie ihre antifaschistische Arbeit fort. Als deshalb ihre Mutter, Auguste Glomka, für sie in Geiselhaft genommen wurde, stellte sie sich der Polizei. Sie wurde zu einem Jahr, neun Monaten Gefängnis verurteilt. Nach der Entlassung wurde Minna D. unheilbar gemütskrank.
Hans Donat Er nahm 1933 sofort gemeinsam mit seiner Frau und anderen Antifaschisten in Oberschöneweide die illegale Arbeit auf. Später emigrierte er nach Dänemark und setzte dort seine antifaschistische Arbeit fort. 1938/39 war er erneut in Deutschland illegal tätig. Im April 1939 wurde er verhaftet und 1943 im KZ‐Flossenbürg ermordet.
Edith Donat-Krautter Trotz ihrer besonderen Gefährdung als Jüdin organisierte sie 1933 als Leiterin der KPD‐Straßenzelle den illegalen Widerstand. Nach mehrmonatiger Haft 1933/34 gelang es ihr ebenfalls nach Dänemark, später Schweden, zu emigrieren. Hier setzte sie ihre antifaschistische Arbeit fort.
Heinz Dose Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in den KZ Sachsenhausen und Buchenwald eingekerkert.
Susanne Drechsler Wegen ihrer illegalen antifaschistischen Tätigkeit 1933/34 wurde sie zu zwei Jahren Gefängnis (Berlin, Barnimstr.) verurteilt. Nach ihrer Freilassung setzte sie ihre illegale Arbeit fort. Sie unterstützte insbesondere ausländische Zwangsarbeiter. Aus der erneuten Haft 1942 konnte sie nach einem Bombenangriff fliehen und in der Berliner Illegalität überleben.
Eva Drucker Sie wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.
Justus Drucker Er wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert. Dort ist er verschollen.
Robert Druschka Insbesondere wegen seiner Tätigkeit als Bezirksverordneter der KPD wurde er im August 1933 von der Gestapo verhaftet und im KZ‐Oranienburg eingekerkert.
Martha Düsterhoff Um der Deportation zu entgehen, wählte sie am 5. März 1943 den Freitod.
Herbert Dzimbowski Er wurde zusammen mit seinem Bruder während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.