Verfolgte und Widerstandskämpfer: B
Lothar Baer Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Horst Bahnik Er wuchs in der Emigration in der UdSSR auf.
Wilhelm Bahnik Seit Anfang 1932 arbeitete er in verantwortlicher Funktion in der militärpolitischen Abteilung des ZK der KPD in Berlin. Von 1933 bis zum Frühjahr 1935 leistete er – stets von der Gestapo gejagt – illegale Arbeit. Wilhelm Bahnik beschaffte Quartiere, erarbeitete und verbreitete Flugblätter und schuf Verbindungen in die Tschechoslowakei. 1935 emigrierte er und seine Familie aus Karolinenhof in die UdSSR. 1936 wurde W. Bahnik von den Nazis in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Zu einer Zeit, als die Gestapo noch nach ihm in Deutschland suchte, war er bereits am 15. Dezember 1936 in Spanien eingetroffen. Hier kämpfte er mit der Waffe in der Hand, unter anderem im Bataillion „Etgar Andre“, gegen den Faschismus. In der Schlacht am Ebro ist W. Bahnik im März 1938 gefallen.
Adolf Baier Er kämpfte 1936 bis 1939 als Offizier in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Danach leistete er antifaschistische Arbeit in der Emigration in der Schweiz, Frankreich, Norwegen und Schweden.
Alfred Balke Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die in den Jahren 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. U.a. wurden in seiner Laube mehrere Ausgaben der „Stimme der Werktätigen“ hergestellt. Er wurde im September 1936 verhaftet und im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu einem Jahr, neun Monaten Gefängnis verurteilt.
Wilhelm Bandelow Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth und im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer mißhandelt.
Franz Barrakling Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit bei der Gestapo in der Prinz‐Albrecht‐Straße und dann im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Emma Barth Sie wurde am 16. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 30. August 1943 umgekommen.
Rudolf Bartonek Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau und im KZ‐Börgermoor eingekerkert.
Olaf Barutzki Er war seit 1938 Mitglied der Widerstandsgruppe im KWO und hielt die Verbindung zur „Stemag“ in Pankow. Er beteiligte sich an illegalen Treffen und vertrieb die illegale Zeitung „Die innere Front“ sowie Moskauer Rundfunknachrichten. 1943 wurde er zum Tode verurteilt, dann aber zu lebenslanger Haft „begnadigt“. Im April 1945 wurde er von der Roten Armee aus dem Zuchthaus Brandenburg befreit.
Rudolf Baschin Er gehörte zur antifaschistischen Widerstandsgruppe im Kabelwerk Köpenick, die auch in das umliegende Wohngebiet hineinwirkte. 1936 flog die Gruppe auf. B. wurde zu einem Jahr, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Friedrich Baschlau Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Dresden und dann in den Zuchthäusern in Zwickau und Bautzen eingekerkert.
Erich Bauer Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit bei der Gestapo, Prinz‐Albrecht‐Str. im Gefängnis Berlin‐Spandau und dann in der Festung Küstrin eingekerkert.
Otto Bauer Er war im KWO an der Herstellung und dem Vertrieb des „Roten Kabel“ beteiligt. 1933/34 setzte er die Arbeit illegal fort. Illegale Gruppen wurden gebildet, Flugblätter, die „Rote Fahne“ u.a.m. wurden verteilt. 1934 wurde er verhaftet und zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Auch im Zuchthaus setzte er mit Zeitungs‐ und Rundinformationen seine antifaschistische Arbeit fort. 1942 wurde er für die Strafeinheit 999 zwangsrekrutiert.
Walter Bauer Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim „Wendenschloß“ festgehalten und schwer mißhandelt. Sechs Wochen Krankenhausaufenthalt waren notwendig, um die Gesundheit wieder herzustellen.
Edith Baumgarten Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR.
Bruno Beater Er kämpfte in den Reihen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ in der UdSSR gegen das Naziregime.
Ernst Becker Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. B. war insbesondere beim Vertrieb der illegalen Zeitung „Stimme der Werktätigen“ tätig. 1936 wurde er verhaftet und vom Berliner Kammergericht zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt
Frieda Becker Sie war an der Seite ihres Mannes an der illegalen Arbeit der Köpenicker KPD‐Organisation beteiligt. Sie wurde 1936 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Peter Bednar Er kämpfte in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.
Margot Beer Sie wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Hans Begermann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Naugard eingekerkert.
Wilhelm Behnke Nach einer Zuchthausstrafe wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit (Zuchthaus Gollnow) war er im KZ‐Sachsenhausen und dann in Natzweiler eingekerkert.
Helmuth Behrendt Als ehemaliger Fichte‐Sportler war er am Aufbau illegaler Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ und der Organisierung der antifaschistischen Arbeit 1933/34 beteiligt. 1935 wurde er zu sieben Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt.
Herta Beier Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Mohrungen (Hannover) eingekerkert.
Max Beissert Er wurde im August 1934 von der Gestapo wegen des Besitzes und des Vertriebes illegalen Propagandamaterials verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt.
Kurt Bendikowski Er war als ehemaliger Fichte‐Sportler am Aufbau illegaler Gruppen der „Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit“ und deren antifaschistische Arbeit 1933/34 beteiligt. Im Januar 1935 wurde er verhaftet und vom Berliner Kammergericht zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach der Freilassung im Oktober 1938 setzte er zu Kriegsbeginn -trotz Polizeiaufsicht‐ seine antifaschistische Arbeit fort. In die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert, fand er auch in Griechenland Verbindung zu den Partisanen. Seit September 1944 galt er als vermißt
Luise Benjamin Sie wurde am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Edith Bergmann Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der UdSSR.
Dora Bergner Wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit wurde sie im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Walter Bernecker Er gehörte der illegalen Betriebszelle im KWO an. Im Rahmen seiner aktiven Widerstandsarbeit war er am Bau eines Radiosenders und der Verbreitung antifaschistischer Nachrichten sowie an der Fertigung von Sprengsätzen beteiligt. Letztere kamen u.a. bei dem Anschlag auf die anti‐kommunistische Hetzausstellung „Das Sowjetparadies“ im Berliner Lustgarten zum Einsatz. B. wurde am 10. September 1942 verhaftet und in der Untersuchungshaft ermordet.
Efraima Bernfeld Er wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt, später nach Minsk, deportiert. Dort ist er verschollen.
Flora Bernfeld Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Aurelie Bernhard Sie wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Denny Bernhard Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Martin Bernhard Er wurde am 2. März 1943 mit seinen Eltern nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Bruno Bernstein Er wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Rosa Bernstein Sie wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt, später Auschwitz, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Rudolf Bernstein Nachdem Rudolf B. wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Alexanderplatz und Spandau, später im KZ‐Sonnenburg eingekerkert war, emigrierte er nach seiner Freilassung in die UdSSR.
Rudolf Bertheim Er wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 26. August 1943 umgekommen.
Johanna Berthold Sie wurde am 22. April 1944 nach Auschwitz deportiert. Im Januar 1945 wurde sie dort von der Roten Armee befreit.
Walter Besenbruch Seit Beginn der Nazidiktatur 1933 leistete er illegale antifaschistische Arbeit. 1933 wurde er das erstemal verhaftet und zu einem Jahr, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt, die er im Zuchthaus in Wilhelmshafen verbüßte. ...
Otto Bethge Er war in den Jahren 1933 bis 1937 am Aufbau von Gruppen seiner Organisation und deren illegaler antifaschistischer Arbeit beteiligt. Im Oktober 1937 wurde er vom Berliner Kammergericht zu einem Jahr, drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Margarete Beyermann Sie leistete Seite an Seite mit ihrem ersten Ehemann Kurt Schlögel illegale antifaschistische Arbeit. Deshalb wurde sie von den Nazis verfolgt.
Wilhelm Bieg Er wirkte in den Reihen des NKFD in der UdSSR gegen das Naziregime.
Karl Binder Er setzte 1933 seine antifaschistische Arbeit in der Köpenicker KPD‐Organisation fort. Von 1934 bis 1936 stand er als politischer Leiter an der Spitze der illegalen Organisation. Ein Schwerpunkt der Arbeit war die Herstellung und der Vertrieb der „Stimme der Werktätigen“. Sie erschien in diesen Jahren monatlich in 150 bis 200 Exemplaren. Darüber hinaus wurde weiteres illegales Material, die „Rote Fahne“, die „Internationale Pressekorrespondenz“ und vor allem Mitteilungen aus dem jeweiligen Kietz in Umlauf gebracht. Im September 1936 verhaftet, wurde er im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu acht Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt. 1943 wurde er für die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert. Aber auch hier, eingesetzt in Griechenland sowie im Kriegsgefangenenlager, setzte er seine antifaschistische Arbeit fort.
Fritz Bittner Er arbeitete bis 1935 in illegalen antifaschistischen Gruppen unter den Wassersportlern. 1935 wurde er zu einem Jahr, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Jenny Blumenreich Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.
Edith Blumenthal Sie wurde am 18. Oktober 1942 nach Lodz deportiert und ist dort verschollen.
Erwin Bock Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Den Verhaftungen 1936 konnte er entgehen. Gemeinsam mit Alfred Randt setzte er die illegale Arbeit bis 1939 fort. 1939 wurde er verhaftet, in das KZ‐Sachsenhausen eingeliefert und hier am 20. Dezember 1939 ermordet.
Peter Bodnar Er kämpfte 1936 bis 1939 in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.
Herbert Bogdan Er gliederte sich 1933 sofort in die illegale antifaschistische Arbeit in Berlin ein. Bei einem SA‐Überfall in Weißensee wurde er angeschossen und verlor ein Bein. Aber weder diese Verletzung, noch monatelange Haft im KZ‐Oranienburg sowie eine alljährliche Strafhaft von acht Wochen in den Jahren 1934 bis 1940, hielten ihn von der illegalen Arbeit ab. Kleine Widerstands‐„Einheiten“ gaben Rundfunknachrichten weiter, transportierten Zeitungen und Flugblätter aus der CSR nach Deutschland, verteilten sie und stellten sie dann später selbst her. Zeitweilig wurden durch diese Gruppen 16 jüdische Mitbürger in Berlin versteckt. 1943 erfolgte erneute Haft und Einkerkerung im Zuchthaus Bayreuth wegen der Unterstützung jüdischer Bürger. Hier wurde er 1945 von der US‐Armee befreit.
Clara Bohm-Schuch Nach ihrer Tätigkeit als Chefredakteurin der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ engagierte sie sich vor allem in der Arbeiterwohlfahrt, sie war Mitglied des Hauptausschusses. ...
Richard Böhme Er war an der illegalen antifaschistischen Arbeit in der Nitrit‐Fabrik Wendenschloßstr. und in der Firma Grau Friedrichshagen beteiligt. B. setzte diese Arbeit zu Beginn des Krieges in der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig und später um Anton Saefkow fort. Schwerpunkte der Arbeit waren die Vermittlung von Informationen, Störung der Kriegsproduktion und Hilfe für Zwangsarbeiter. Als er zur Hitler‐Wehrmacht einberufen wurde, desertierte er und lebte illegal in Berlin.
Franz Bollfraß Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, in den SA‐Sturmlokalen Demuth und Seidler festgehalten und schwer misshandelt, so dass er eineinhalb Jahre in der Charité behandelt werden musste. In der Folgezeit setzte er seine illegale antifaschistische Arbeit fort.
Timofei Bondarenko Zwangsarbeiter aus der UdSSR in den Chemischen Werken, Grünau. Er wurde in ein Arbeitslager eingewiesen und dort im März 1944 ermordet.
Bruno Borch Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.
Gerhard Bork Er kämpfte in den Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Danach war er im Lager Cyprien (Frankreich) und im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.
Erwin Born Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert. Danach emigrierte er in die UdSSR.
Wilhelm Both Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit bei der Gestapo, Prinz‐Albrecht‐Str. und im Gefängnis Berlin‐Moabit eingekerkert.
Karl Bothe Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert und dort im Dezember 1940 ermordet -Tag der Einäscherung, 27. Dezember 1940‐.
Ida Bötzel Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 26. September 1942 umgekommen.
Willi Brämisch Er arbeitete bis 1935 illegal, wirkte als Verbindungsmann zwischen Köpenicker Sportgruppen und der Landesleitung Berlin der Arbeitersportler und half, SPD‐Mitglieder und Parteilose für die antifaschistische Arbeit zu gewinnen. Er wurde im Januar 1935 verhaftet und zu drei Jahren, drei Monaten Zuchthaus (Luckau) verurteilt.
Alwin Brandes Der 1866 geborene und gelernte Schlosser war bis 1933, bis zur Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 durch das Hitlerregime, Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Damit gehörte er zu den Spitzenfunktionären der freien Gewerkschaften, war aber auch langjähriger Reichstagsabgeordneter der SPD, zuletzt von 1928 bis 1933. ...
Selma Brandes Sie wurde am 17. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 2. Dezember 1942 umgekommen.
Agnes Breslauer Sie wurde am 20. Juli 1942 nach Minsk deportiert und ist dort verschollen.
Henry Bringmann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Oslebshausen (Bremen) eingekerkert.
Gustav Brose Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth und im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten, schwer misshandelt und für sein ganzes Leben verstümmelt.
Max Brotzen Er wurde am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen.
Peter Brotzen Sohn von Max Brotzen. Er konnte am 2. Juli 1939 nach England fliehen. Danach kehrte er nie wieder nach Deutschland zurück.
Friedrich Brückner Er leistete von 1933 bis 1936 illegale antifaschistische Arbeit. In der Köpenicker KPD‐Organisation war er für die Agitation und Propaganda verantwortlich. Im Mittelpunkt der Anstrengungen stand die Herstellung und der Vertrieb der örtlichen „Roten Fahne“ und dann der „Stimme der Werktätigen“. Im September 1936 wurde er verhaftet und im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Sophie Brüll Sie wurde am 14.September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 22. Februar 1943 umgekommen.
Willi Budach Er gehörte zu einer Gruppe von Antifaschisten, die 1933/34 sofort die illegale Arbeit aufnahmen und insbesondere weiterhin antifaschistische Straßenzeitungen in Oberschöneweide herstellten und vertrieben. Als die Gruppe aufflog, wurden Haftstrafen von neun Monaten Gefängnis bis zu zwei Jahren Zuchthaus verhängt.
Erich Busse Er war von 1933 bis 1936 an der illegalen antifaschistischen Arbeit der sozialdemokratischen Gruppierung „Neu Beginnen“ beteiligt. So verfasste er mehrere Informationsberichte für die Leitung. Am 24. April 1935 fiel er der Gestapo in die Hände. Am 9. Januar 1937 wurde er zu zwei Jahren, drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Freilassung wurde er erneut festgenommen und in der Haft ermordet.
Werner Busse Er gehörte der illegalen Köpenicker KPD‐Organisation an, die in den Jahren 1933 bis 1936 antifaschistische Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Er wurde im September 1936 verhaftet und im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu einem Jahr, sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Martha Butte Sie arbeitete aktiv in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um Beppo Röhmer und Robert Uhrig mit. Sie war insbesondere an der Herstellung und dem Vertrieb von Flugschriften beteiligt. 1942 wurde sie vom Kammergericht Berlin zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.