Verfolgte und Widerstandskämpfer: A
Alfons Adam Er wurde während der Köpenicker Blutwoche Juni 1933 im SA‐Sturmlokal Seidler, Mahlsdorfer Straße 62–65 festgehalten und schwer misshandelt.
Ernst Adler Er gehörte 1942/43 zu einem sozialdemokratischen Gesprächskreis, der sich auf künftige Aufgaben nach der Niederlage des Naziregimes vorbereitete. Einige dieser Gespräche fanden in seinem Haus in Müggelheim statt. Im Dezember 1943 verhaftet, im Januar 1945 vor Gericht gestellt, wurde er ohne Urteil in das Zuchthaus Bayreuth eingewiesen. Hier wurde er von der US‐Armee befreit.
Fanny Adler Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt (Terezín) deportiert. Dort ist sie am 20. September 1944 umgekommen.
Hans Albrecht Er wurde während der Köpenicker Blutwoche Juni 1933 im SA‐Heim Müggelseedamm festgehalten und schwer misshandelt.
Jenny Alexander Sie wurde am 6. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort verschollen.
Johannes Altenberg Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.
Eva Altmann Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit in den Berliner Gefängnissen Polizeipräsidium Alexanderplatz, Barnim Straße und Berlin‐Moabit und dann im Zuchthaus Lauerhof (bei Lübeck) eingekerkert.
Kurt Altmann Er wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 20. Februar 1943 umgekommen.
Karl Anders Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim „Wendenschloß“, Wendenschloßstr. 122 festgehalten und schwer mißhandelt. Nach seiner Freilassung emigrierte er zusammen mit seiner Frau in die CSR, Prag.
Rosalie Apfelbaum Sie wurde am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort im November 1942 umgekommen.
Antonie Appel Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit in den Berliner Gefängnissen Polizeipräsidium Alexanderplatz und Moabit und dann im Zuchthaus Jauer (Schlesien) eingekerkert.
Abraham Askanas Er wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 14. August 1943 umgekommen.
Richard Assmann Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die in den Jahren 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Er wurde im September 1936 verhaftet und im November 1937 vom Berliner Kammergericht zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Judith Auer Judith Auers Wiege (19. September 1905) stand in Zürich. Da ihre Eltern sehr früh, im Kriegsjahr 1917, starben, wuchs sie als Älteste von drei Kindern als Vollwaise auf. Bei reichen jüdischen Familien untergebracht und erzogen, ermöglichten ihr diese das Abitur und den Beginn eines Musikstudiums. Judith wollte für ihr Leben gern Pianistin werden. ...
Richard Aßmann Er vertrat als Betriebsratsvorsitzender der AOK‐Berlin die Interessen seiner Kollegen. Als Kreisleiter des Reichsbanners trat er für eine aktive Auseinandersetzung mit dem Hitlerfaschismus ein. Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde er von der SA festgenommen, misshandelt und schließlich ermordet. Seine Leiche wurde in einem Sack eingeschnürt aus der Dahme gefischt.