19.08.2017: NS-Verherrlichung stoppen! Kein Heß-Gedenkmarsch in Spandau!

Antifaschistische Demonstration | 19.8.2017 | 11.00 | Bahnhof-Spandau
Antifaschistische Kundgebung | Ab 11.00 | Wilhelmstraße | Gatower Straße

Neonazis wollen am Samstag, den 19. August 2017, durch Charlottenburg und Spandau marschieren und den größten Nazi-Aufmarsch Deutschlands durchführen. Anlass ist der 30. Todestag von Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 im Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten in Berlin-Spandau das Leben nahm. Wir sagen: NS-Verherrlichung stoppen! Kein Heß-Gedenkmarsch in Berlin!

Der Todestag von Rudolf Heß entwickelte sich von Anfang an zum alljährlichen “Jour fixe” der deutschen und europäischen Nazi-Szene. Der angebliche „Friedensflieger“ und bis 1941 Stellvertreter Hitlers wurde zur Symbolfigur von alten und neuen Nazis. Sofort wurde das Gerücht in Umlauf gebracht, Heß sei von den Alliierten umgebracht worden. Aus dem Grund ist das diesjährige Motto “Mord verjährt nicht”. Schon im Jahr 1990 marschierten über tausend Jung- und Altnazis durch Wunsiedel, wo sich bis 2011 dessen Grab befand. Zwischen 1991 und 2000 wurden die Aufmärsche gerichtlich verboten. Anschließend durften Demonstrationen durchgeführt werden und mehrere tausend Alt- und Neonazis kamen zum Gedenken an den Hitlerstellvertreter Rudolf Heß.

In seinen Schlussworten bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, sagte Rudolf Heß, dass er “nichts bereue” und das er als Nationalsozialist ein treuer “Gefolgsmann” des Führers war. Diese Worte brachten ihn folgerichtig bis zu seinem Lebensende in das Gefängnis. Sie spiegeln aber auch das Selbstbild und Selbstverständnis heutiger Neonazis wieder. „Rudolf Heß – Märtyrer des Friedens“: unüberhörbar hallte diese geschichtsklitternde, NS-verherrlichende Parole viele Jahre durch das kleine oberfränkische Provinzstädtchen Wunsiedel. Diese Parole war auch wieder auf dem Neonazi-Konzert „Rock-gegen Überfremdung“ Mitte Juli In Themar, zu hören auf dem 6000 Neonazis aus Deutschland und den Nachbarländern zusammenkamen.

Das neonazistische Gedenken an Rudolf Heß stellt somit ein Teil einer genuin national-sozialistischen Erlebniswelt dar. Es sollen Traditionslinien zu Personen und Ereignissen aus der Zeit der Nationalsozialismus geschaffen werden. Täter und Täterinnen sollen zu Opfern umgelogen, die deutsche Geschichte soll umgedeutet werden. Es gibt jedoch keinen positiven Bezug auf die verbrecherische deutsche Vergangenheit des Nationalsozialismus. Es kann und darf nicht sein, dass die alten und neuen Nazis durch Spandau marschieren. Ein Aufmarsch ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer von Nazis und Neonazis.  Aus dem Grund heißt es: antifaschistischer Widerstand am 19.08. in Spandau!

NS-Verherrlichung stoppen!
Kein Heß-Gedenkmarsch in Spandau!

Genauere Informationen unter http://spandauerbündnis.de/ oder www.berlingegenrechts.de

Gemeinsame Anreise nach Spandau:

Mit der U-Bahn
19.08 | 10 Uhr | U-Bahnhof Hermannplatz (Bahnsteig der U7)

Mit dem Fahrrad
19.08 | 10 Uhr | TU Berlin (vor dem Hauptgebäude)

Treffpunkt der LINKEN
19.08 | 10 Uhr | Alexanderplatz (Vorplatz vom Fernsehturm)

Treffpunkt für den Nord-Osten von der [NEA]
19.08 | 10 Uhr | Gesundbrunnen

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Vorbereitung zum 85. Jahrestag der Köpenicker Blutwoche

Liebe Mitglieder und Freunde,

nächstes Jahr begehen wir den 85. Jahrestag der Köpenicker Butwoche.

Wenige Jahre nach Kriegsende wurden viele Denkmäler zu Ehren der Opfer errichtet und Tafeln an ihren Häusern angebracht. Sie sind alle aufgelistet mit Standort und näherer Beschreibung. Sie sollen zum 21. Juni 2018 in gutem Zustand sein. Dabei wollen wir helfen.

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21. Juni 2017: 17 Uhr Gedenken an die Köpenicker Blutwoche

Am 21. und 22. Juni vor 84 Jahren begann die Köpenicker Blutwoche.
Kurz nach Machtantritt der Nazis fielen SA-Leute über Kommunisten, Sozialdemokraten und andere politische Gegner her, verschleppten und misshandelten sie und töteten über 20 von ihnen.

Wir wollen daran erinnern und ein Zeichen setzen gegen Rechtsextremismus heute und laden herzlich ein zur

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Aufruf zur Würdigung Werner Seelenbinders – Antifaschist und Opfer der faschistischen Diktatur

Werner Seelenbinder wurde am 2. August 1904 in Berlin geboren und am 24. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

Er war ein sehr talentierter Ringer und beteiligte sich erfolgreich an verschiedenen Wettkämpfen in Deutschland und im Ausland. In die Widerstandsarbeit der KPD eingebunden, nutzte er seine Auslandsreisen, um illegale Schriften über den NS-Terror zu transportieren. Als deutscher Meister nahm er auch an der XI. Olympiade 1936 in Berlin teil und errang in seiner Klasse den 4. Platz. Er hatte mehr erhofft und wollte dann vom Siegerpodest die Wahrheit über Hitler in die Welt rufen. Die Nazis sonnten sich noch eine gewisse Zeit in Seelenbinders Erfolgen, nahmen ihn dann aber im Zusammenhang mit der Zerschlagung der Gruppe Uhrig durch die Gestapo 1942 fest. Nach Qualen der Folter wurde er nach dem Todesurteil durch den Volksgerichtshof 1944 in Brandenburg hingerichtet.

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72. Jahrestag der Befreiung Köpenicks

  • 23. April um 11 Uhr Platz des 23. April
  • Am Montag, 8. Mai 2017  um 18 Uhr Gedenken an der „Mutter Heimat“ im sowjetischen Ehrenmal Treptow 
  • Am Dienstag, 9. Mai Fest des Sieges nahe dem Ehrenmal  Treptow       

Am 23. April 1945 befreiten Einheiten der 8. Gardearmee und der 1. Gardepanzerarmee W.I.Tschuikows Köpenick von den faschistischen Mordbrennern. Wir danken den Rotarmistinnen und Rotarmisten!
Ein Stein an der Lindenstraße Ecke Bahnhofstraße erinnert an die Befreiungstat. Dort wollen wir Blumen niederlegen. Weiterlesen

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28. Januar 2017: Kundgebung gegen Intoleranz und Rassismus

Samstag, dem 28. Januar 2017, um 15 Uhr vor der Hufeisentreppe, Fritz-Reuter-Alle 48 (zwischen  U-Bhf. Blaschko- und Parchimer-Alle)

Erneuter Brandanschlag in Britz und Rudow.

In der Nacht zum Montag dem 23.01.2017 hat vermutlich die rechte Szene zwei Brandanschläge auf bekannte Neuköllner Gewerkschafter / Antifaschisten ausgeübt.

Die Polizei geht von einem politisch motivierten Tatmotiv aus. Betroffen sind der Gewerkschafter und IG Metall-Funktionär Detlef Fendt aus der Hufeisensiedlung und der Rudower Buchhändler Heinz J. Ostermann.

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27. Januar 2017: Gedenkstunde und Kundgebung für die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee  das deutsche Vernichtungslager Auschwitz.

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus/ Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust finden in Berlin zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

In Köpenick werden wir zwei Veranstaltungen durchführen:

16.00 Uhr Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Pflegedienst Schwester Christiane, Alt-Köpenick 34 am Schlossplatz)
18.00 Uhr Kundgebung auf dem Platz des 23. April, Bahnhofstraße Ecke Lindenstraße

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Zur Erinnerung an die gewaltsame Zerstörung jüdischen Lebens in Köpenick 1933 bis 1945

Am Mittwoch, den 9. November 17 Uhr in der Köpenicker Altstadt, Freiheit 8

Aus Anlass des Jahrestages des Novemberpogroms 1938 lädt die VVN-BdA ein, sich am Ort der am 9./10. November 1938 von Nazi-Schergen zerstörten Synagoge der Köpenicker jüdischen Gemeinde in der Freiheit 8, der Opfer rassistischer Gewalt und staatlich verordneter Verelendung in der Nazizeit zu erinnern.

Wer an der Demonstration der Berliner VVN-BdA in Moabit teilnehmen möchte, findet weitere Informationen hier. Die Gedenkkundgebung mit anschließender Demonstration startet ebenfalls um 17 Uhr am Mahnmal in der Levetzowstraße in Moabit.

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3. September: Demo und Konzert „Aufstehen gegen Rassismus“

VA-Titel-3.9.-3Startpunkt der Demonstration ist um 14 Uhr am Adenauerplatz. Das Konzert beginnt ab 17 Uhr am Lützowplatz.

Aufruf des Bündnisses das auch die Berliner VVN-BdA unterstützt:

Am 3. September 2016 in Berlin:
Aufstehen gegen Rassismus! Deine Stimme gegen die AfD!

Seit Ende 2014 tragen erschreckend viele Menschen rassistische und antidemokratische Haltungen auf die Straßen, die zunehmend in den Alltag dringen. Gleichzeitig eskaliert die rassistische Gewalt. Tagtäglich werden Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Weiterlesen

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Sonntag, 11. September 2016: Tag der Mahnung

headerDie Berliner Vereinigung VVN-BdA wird am 11. September den Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung begehen. Das Programm ist hier zu finden:

12.00 Uhr | Auftaktkundgebung –  vor dem Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas

13.00 Uhr | Antifaschistischer  Fahrrad-Korso

ab 14.30 Uhr | Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung im Kulturzentrum Wasserturm (Kreuzberg)

18.00 Uhr | Konzert mit Sistanagila – eine iranisch-israelische Affäre

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