23. April 1945 – 23. April 2021 | 76 Jahre Befreiung von Köpenick

Wer nicht feiert, hat verloren!

Gedenkkkundgebung an der „Faust“

Am 23. April 1945 befreiten Einheiten der 8. Gardearmee und der 1. Gardepanzerarmee unter ihrem Oberbefehlshaber Wassili Iwanowitsch Tschuikow den Stadtteil Köpenick vom deutschen Faschismus – für uns ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass zum stillen Gedenken an die zahllosen Opfer des NS-Terrors. Ganz Europa war verwüstet worden. Millionen Tote forderte der Krieg der Deutschen. In den Konzentrationslagern wurden Millionen Menschen – Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politische Gegner:innen, Soldat:innen der Anti-Hitler-Koalition und andere – ermordet. In verlustreichen Kämpfen brachten die Alliierten und die Widerstandskämpfer:innen der Résistance den Krieg an seinen Ausgangsort zurück und zerschlugen die deutsche Wehrmacht. Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland endgültig.

Heute torpedieren AfD & Co. die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten – durch verharmlosen, durch gleichsetzen. Die Corona-Leugner:innen provozieren durch unsägliche Diktaturvergleiche und verunglimpfen die Ermordeten des NS-Regimes, indem sie sich mit Anne Frank oder Sophie Scholl gleichsetzen. Sie nutzen die Pandemie aus, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. Sie schreien nach „Freiheit“, beweisen aber nur ihren egoistischen Willen, sich über die Rechte anderer zu erheben.

Befreiung feiern, bedeutet daher auch, den antifaschistischen Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungsglauben, LGBTIQ*-Feindlichkeit aufzunehmen. Wir streiten gemeinsam für ein solidarisches Miteinander und für die unteilbare Gesellschaft!

Und auch in diesem Jahr bleibt die Forderung aktuell: Der 8. Mai soll gesetzlicher Feiertag werden! Jedes Jahr! In Berlin und bundesweit!

23. April 2021 | Gedenkkundgebung

17 Uhr | Platz des 23. April (an der „Faust“) | Tramhaltestelle Bahnhofstraße/Lindenstraße

Bitte beachtet die Hygienevorschriften im Zusammenhang mit der Pandemie.

Hinweis: Denkt bitte daran, dass sich am Rand des Platzes die an die Befreiung Köpenicks erinnernde Gedenktafel befindet, an der ebenso Blumen niedergelegt werden können.

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