Bestrebungen zur Veränderung des Denkmals und des Platzes

1991 gab es einen Antrag der CDU-Fraktion der BVV zur Umgestaltung des Denkmals

„…daß es eine allseitige Würdigung der Opfer von Faschismus, Krieg und Stalinismus und damit seine eindeutig kommunistische Symbolik verliert.“

In der Diskussion der BVV äußerte sich u.a. der Bezirksverordnete und Bildhauer Blümel, SPD:

„Ich muß sagen, ich hab den Sutkowski gekannt, und das war absolut kein Gekaufter. Ich habe mich auch lange gesträubt gegen diese Faust, aber ich muß sagen, aus meinem Verständnis der heutigen Geschichte, auf das, was auf die Welt zugekommen ist durch den deutschen Faschismus, hätte es eigentlich das deutsche Volk geehrt, wenn diese Antwort gekommen wäre mit der Faust. Ich habe das deutsche Volk in Erinnerung als Volk, das dann sagt, sie haben nichts gewußt. Das finde ich schlimm. Ich will bloß sagen, unter bestimmten historischen Bedingungen akzeptiere ich die Faust und das immer dann, wenn Menschlichkeit in Gefahr ist.“…

„Jeder Mensch hat eine Faust, Sie können die Faust in der Tasche ballen, in Gedanken oder Sie können auch wirklich so machen. Also ich habe eine eigene Faust und die gehört nicht dem Kommunismus. Ich finde, die Faust ist ein allgemeines Symbol,“ … „Und ich finde, es ist ein Fehler, in dieser Weise Vergangenheit zu bewältigen. Ich spiele hier jedenfalls nicht mit.“

Der CDU-Antrag wurde seinerzeit abgelehnt.

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